Zum Fahrplanwechsel: Das ändert sich bei Abellio im Netz Neckartal

Zum europaweiten Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 informiert Abellio in einer aktuellen Pressemitteilung über die Änderungen im Stuttgarter Netz/Neckartal. Zudem ergeben sich im Netz Verbesserungen beim Fahrzeugeinsatz. So kann Abellio auf den drei Linien RB 18, RE 10 sowie IRE 6 künftig mehr Neufahrzeuge des Typs Talent 2 zum Einsatz bringen und somit den Reisekomfort deutlich steigern. Weil der Fahrzeughersteller Bombardier jedoch nach wie vor im Verzug ist und seine jüngste Lieferzusage nicht einhalten kann, bringt Abellio auf den Linien RB 18 und RE 10 ein „kleines Ersatzkonzept“ mit zusätzlichen Leihzügen zum Einsatz, um so die Auswirkungen für die Fahrgäste zu minimieren. Fahrplananpassungen gibt es ab dem 13.12. vornehmlich im Nachtverkehr der Linien RB 17a sowie RB 18. Die Nachtzüge (1.00 – 5.00 Uhr) verkehren künftig auf den Relationen Pforzheim – Stuttgart beziehungsweise Heilbronn –Tübingen. Bisher fuhren die Züge zwischen Pforzheim und Tübingen sowie zwischen Heilbronn und Bietigheim-Bissingen.

Noch mehr Neufahrzeuge vom Typ Talent wird Abellio mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 im Netz Neckartal einsetzen. Dennoch werden weiterhin zwischen Osterburken, Heilbronn und Tübingen Leihfahrzeuge von TRI benötigt. ©SCRITTI

Ändern wird sich zudem die Abellio-Flotte. Weil mittlerweile weitere Neufahrzeuge an Abellio ausgeliefert wurden – 45 von 52 sind es momentan – kann das Bahnunternehmen einen Großteil der bisher auf den Linien RB 18, RE 10 sowie IRE 6 verkehrenden Ersatzzüge ablösen. Die neuen Fahrzeuge verfügen über großzügige Mehrzweckabteile, Klimaanlagen sowie kostenloses WLAN, wodurch der Schienenverkehr zwischen Mannheim/Osterburken und Tübingen deutlich komfortabler wird. Im Unterauftrag von Abellio wird die Train Rental GmbH (TRI) auf den Linien RB 18 (Osterburken – Tübingen) sowie RE 10 (im Abschnitt Heilbronn – Tübingen) insgesamt vier Umläufe mit modernisierten n-Wagen (umgangssprachlich Silberlinge genannt) erbringen, bis alle Bombardier-Fahrzeuge zur Verfügung stehen.

Komplett austauschen kann Abellio die bisherigen Leihfahrzeuge jedoch noch nicht, denn der Hersteller Bombardier befindet sich seit rund 16 Monaten im Verzug mit der Lieferung und Zulassung der neuen Züge für das Netz Neckartal. Diesen Verzug wollte Bombardier nach jüngsten Aussagen bis zum Jahresende 2020 aufgeholt haben. Außerdem sollte die gesamte Zugflotte bis dahin in Mehrfach- und Mischtraktion zugelassen sein. (Dies ist erforderlich, damit die drei- und fünfteiligen Fahrzeuge zu unterschiedlichen Zugverbänden gekuppelt verkehren dürfen und das ursprüngliche Betriebskonzept für das Streckennetz umgesetzt werden kann.) Beides wird der Hersteller nicht rechtzeitig realisieren. Die Auslieferung von fünf Fahrzeugen und die vollständige Zulassung der Zug-Flotte werden erst im neuen Jahr erfolgen. 

Abellio hat die erneuten Verschiebungen bei Fahrzeuglieferung und -zulassung erwartet und rechtzeitig für einen Plan B gesorgt: „Als die ersten Anzeichen auftraten, dass es wieder knapp werden könnte mit der Lieferung, haben wir uns an die Erstellung eines weiteren Ersatzkonzeptes gemacht. Durch einen immensen planerischen Aufwand ist es uns möglich, die Auswirkungen des erneuten Verzuges gering zu halten. Wir werden auch künftig alle vom Land Baden-Württemberg bestellten Leistungen vollumfänglich erbringen. Wermutstropfen ist allerdings, dass einige Verbindungen mit älterem Wagenmaterial gefahren werden müssen“, sagte Rolf Schafferath, Geschäftsführer der Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH.

„Die Verspätungen in der Auslieferung unserer Talent 2-Züge bedauern wir. Mittlerweile konnten wir aber den größten Teil der Verzögerung aufholen, auch dank der zusätzlichen Produktionskapazitäten, die wir an unserem Standort in Bautzen geschaffen haben. Wir freuen uns, dass die Fahrgäste nun zunehmend von einem verbesserten Fahrzeugangebot profitieren können. Unser Fokus liegt jetzt voll auf dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020“, sagte Francois Muller, Leiter des Bereichs Private Bahnbetreiber Deutschland bei Bombardier Transportation. (pm)

23 Gedanken zu „Zum Fahrplanwechsel: Das ändert sich bei Abellio im Netz Neckartal

  1. Der Fahrplanwechsel ist ein schlechter Witz. Anstatt den ÖPNV attraktiver zu machen, dünnt Abellio gerade die Zugfolge in der hoch frequentierten Pendlerzeit zwischen 6 und 8 Uhr aus und setzt einige Züge weniger ein. Die Zeitungen berichten schon mit entsprechenden Kommentaren der Nutzer. Ich habe bereits Frau Gurr-Hirsch (Landtagsabgeordnete Neckar-Zaber) informiert, Herr Gramling MdL aus Bietigheim ist auch schon aktiv, https://www.fabian-gramling.de/aktuelles/2020/11/23/fabian-gramling-kritisie
    rt-wegfallende-zuege-zum-fahrplanwechsel-auf-der-frankenbahn
    Unfassbar, mit welcher Inkompetenz hier geplant wird. Und dies in Zeiten des Abstandsgebots. Kein Wunder, dass die Zahlen der Autofahrer, die sich nicht vorstellen können, auf den ÖPNV umzusteigen, zunehmen.

    • Ich kann mich meinem Vorredner Dirk G. nur anschliessen. Zu Corona Zeiten ist das Fahrzeug Angebot untragbar, auch schon ohne weitere „Ausdünnung“ war/ist es an manchen Tagen unerträglich. Ich weiss nicht, wie viele Beschwerden an diverse Stellen ich schon geschrieben habe. Seit der Train rental morgens weggefallen ist, häufen sich auch wieder die Verspätungen, abellio kriegt es gefühlt einfach nicht hin – dh die wenigen Zügen müssten dann halt auch mal gesichert kommen 🙂

    • Genau so ist es leider ! Das Angebot für Pendler von den Halten Nordheim, Lauffen, Kirchheim, Wakheim, … verschlechert sich morgens zwischen 06:00 und 08:00 massif ! Heute hat die Heilbronner Stimme bereits darüber berichtet (https://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/region/aerger-um-ausgeduennten-zugfahrplan-auf-der-frankenbahn;art140897,4423878). Das werde ich nicht ohne Protest gegenüber unserem Verkehrswende-Minister Herrmann hinnehmen. Mit solchen Maßnahmen wird jedenfalls keine Verkehrswende hin zu mehr klimafreundlichem ÖPNV bewirkt.

    • Auch wenn ich den Frust über die wegfallenden Züge teile. Es wird hier zu Unrecht Abellio kirtisiert, neben dem Fakt, dass die drei wegfallenden Zugverbindung vo go ahead bedient werden sind den Bahnbetreibern die Hände gebunden. Verantwortlich ist das Land, das die großartige Idee hatte die morgendlichen RE8 zwischen Heilbronn und Bietigheim nicht halten zu lassen. Man reagiere auf den Willen der Pendler, die sich schnelle Expresszüge zwischen HN und BB wünschen heißt es da sinngemäß. Glückwunsch eine der Verbindungen ist eine ganze Minute schneller in Stuttgart!

      • Der RE8 morgens gegen 7 Uhr ab HN-Hbf steht jetzt aus unerfindlichen Gründen 7 Minuten in HN-Hbf und fährt erst zur Minute :20 weiter (bisher 7:15 Uhr) OHNE die bisherigen Unterwegshalte mit Ankunft in Stuttgart 7:58 Uhr (zuvor mit Unterwegshalten an 7:59 Uhr). Der Zug hält also nicht mehr an den kleinen Stationen, steht aber stattdessen nun 7 Minuten in Heilbronn-Hbf. Welchen Sinn macht das? Will man die Fahrgäste einfach nur ärgern?

    • Unglaubliche Fehlentscheidung des Verkehrsministeriums. Ökonomisch und ökologisch ein Irrweg, zudem in Corona-zeiten gesundheitlich hochgradig gefährlich. Deshalb stellen sich auch sämtliche kommunalen Akteure vehement dagegen (insgesamt 11 Bürgermeister, über 50 Gemeinderäte, ein Landtagsabgeordneter und mehrere Landtagskandidaten) mit der Petition unter http://www.openpetition.de/fahrplanwechsel

  2. Den Einsatz finde ich ja gut. Nur geht der Link zur CDU, die, als Sie noch selbst den Verkehrsminister gestellt hat, über Jahrzehnte die Frankenbahn vernachlässigte; und momentan mitregiert. Mich würde es freuen, wenn es endlich eine politische Kraft gäbe, die wirklich was positives für die Bahn bewegt.

    • Der Landesverkehrsminister Winfried Hermann bewegt wirklich sehr viel und kämpft an allen Fronten. Das Problem ist grundsätzlich, dass die Infrastruktur überwiegend der Deutschen Bahn gehört und der Bund sich nicht zuständig fühlt. Während in Stuttgart 10.000.000.000 Euro für einen nicht funktionierenden Tunnelbahnhof versenkt werden, verrotten die restlichen Gleise im Land. Der Fehler liegt hier im System…

      • In Folge von Stuttgart 21 hat es in Baden-Württemberg politische Verschiebungen gegeben, die ich damals begrüßt habe. Nur was ist unter der neuen Verantwortung besser geworden? Nun kürzt der Minister Hermann weiter die Zughalte.
        Wenn ein Zug zu spät kommt ist das teilweise in der Verantwortung des Ministers Hermann, teilweise in der Verantwortung der DB. Wenn aber ein Zug zu kurz und damit überfüllt ist, dann ist liegt die Verantwortung beim derzeitigen Minister. Wo sind die Doppelstockwagen geblieben, die dieses Problematik entschärfen?. Wieso sind die Züge oft so kurz? Wieso fahren jetzt ab Besigheim noch weniger Züge?
        Wenn ein Minister in einer Gegend mit viel Bahnbegeisterung (siehe dazu die Leserbriefspalten in der Lokalzeitung) die Kapazitäten kürzt, dann ist seine Partei für mich nicht wählbar. Wenn eine solche Kürzung im beginnenden Wahlkampf geschieht, was kommt nach der Wahl?

      • Was hat denn der so hoch gelobte Verkehrsminister alles erreicht? Ein funktionierendes Bahnsystem (vor 2016) an die Wand gefahren, kapazitätsfähige Züge durch schwarz-weiß-gelb angepinselte Joghurtbecher mit Straßenbahn-Komfort ersetzt, Verkehrsleistungen an ein Eisenbahnverkehrsunternehmen gegeben, das zu diesem Zeitpunkt keinen einzigen Mitarbeiter und noch keinen einzigen Meter auf deutschen Schienen zurückgelegt hatte und sich dennoch aus jeder Verantwortung für dieses Chaos gezogen. Wenn es ein treffendes Beispiel für die Unwählbarkeit der Grünen gibt, dann ist es dieser Verkehrsminister.

      • Pauschalisieren hilft nicht weiter. Das Bahnsystem in Baden-Württemberg hat vor 2016 sicherlich nicht perfekt funktioniert. Es fuhren im Land die ältesten Züge, die die DB im Bestand hatte, während in anderen Bundesländern dank Wettbewerb und Ausschreibungen schon seit 20 Jahren ein Qualitätssprung im SPNV mit modernen Zügen und dichteren Takten zu verzeichnen war. Verspätungen und Zugausfälle gab es auch schon zu Zeiten, als die DB einen überteuerten Monopolautrag im Land hatte. Der VCD hat nachgewiesen, dass das Land BaWü unter CDU-Herrschaft für den Großen Verkehrsvertrag rund 1.000.000.000 Euro zuviel gezahlt hat! Das könnte man auch als illegale Subventionierung betrachten. Dass Aufträge im SPNV zwingend ausgeschrieben werden müssen, ist Gesetz und nicht die Idee des Landesverkehrsministers. Verkehrsunternehmen bewerben sich um Aufträge und bieten dabei auch mit den von ihnen ausgewählten Fahrzeugen. Wie bei jeder Ausschreibung muss jener Bieter den Zuschlag erhalten, der die Kriterien am besten erfüllt. Das ist bei jedem anderen öffentlichen Großauftrag nicht viel anders. Auch dafür kann der Verkehrsminister nichts, sondern er macht nur seinen Job. Und mit Verlaub, wenn man die Verkehrspolitik in den Jahren zuvor unter CDU-Herrschaft gesehen hat, dann muss auch ein kritischer Kopf zugestehen: Noch nie ging es im Bahnsystem in Baden-Württemberg mit solchen Schritten voran, und noch nie zuvor standen das Bahnsystem und der Öffentliche Verkehr so im Fokus der Politik! Die Ausschreibungen im SPNV haben weitreichenden Mehrverkehr für deutlich weniger Geld gebracht. Und sowohl die Züge von Go-Ahead als auch jene von Abellio verkehren inzwischen weitgehend zuverlässig. Für technische Probleme, die heute leider so gut wie alle Neubaufahrzeuge betreffen, können die Betreiber nichts. Doppelstockzüge haben auch ihre Nachteile, z.B. dauern bei weniger Türen und Treppen im Inneren Ein- und Ausstieg vieler Fahrgäste deutlich länger als bei langen Einstöckern mit vielen Türen.

      • Das ganze Ausschreibungsverfahren in Deutschland ist die Quelle des gesamten Problems. Das günstigste Unternehmen erhält den Zuschlag und darf aus Kostengründen nur so viel Material bereitstellen, wie ausgeschrieben wurde. Die „modernen“ Züge haben sich längst als schön geredete Straßenbahnen mit brettharten Sitzen und starken Kapazitätseinbußen entpuppt. Die Barrierefreiheit endet nach dem Einstieg, die Stufen im Zug machen ein freies Begehen des Zuges für Rollstuhlfahrer unmöglich, um ggf. zur Toilette o. ä. zu gelangen. Das W-LAN funktioniert kaum, wenn überhaupt. Interessanterweise hat man auf der gleichen Strecke mit der S-Bahn überhaupt keine Probleme. Das Problem scheint mit dem bwegt-Paket zusammen zu hängen, auf der Murrbahn ist es nämlich ähnlich. Alles in allem eine riesige Mogelpackung. Für kurze Regionalbahnen mögen die Züge ausreichend sein, aber sicher nicht für lange Expresslinien. Moderne Züge sind im übrigen nicht „einfach so“ störanfällig, hier gilt das altbekannte Prinzip „Wer billig kauft, kauft zweimal“. Stadler ist durchaus in der Lage, hochwertige Züge zu bauen. Jedoch muss billig gekauft werden, da sonst Gefahr besteht, dass ein anderer Anbieter den Zuschlag erhält. Es ist ein Teufelskreis. Und er wird mit jeder neuen Ausschreibung nochmals enger. Der alte Verkehrsvertrag mag teuer gewesen sein, aber er hat funktioniert. Die Bahn konnte sich fast frei mit den nötigen Reserven eindecken, um Ausfällen schnell vorzubeugen. Aktuelles Beispiel: Der hohe Schadbestand an Talent-2-Fahrzeugen der DB, die auf Murr- und Gäubahn unterwegs sind, führt im Moment dazu, dass immer wieder Doppelstockwagen aushelfen müssen. Die Bahn kann sich das dank bestehender Reserven erlauben, bei Abellio und Go-Ahead sind solche Betriebsreserven nicht, bzw. nur in sehr geringem Umfang vorgesehen. Hier müssten andere Firmen aushelfen oder ein Schienenersatzverkehr bereitgestellt werden. Das Material zu DB-Zeiten mag alt gewesen sein, dafür aber auch zuverlässig. Wenn etwas kaputt war, dann waren es Kleinigkeiten. Eine defekte Toilette ist bei einem Vier-Wagen-Zug kein sonderlich großes Problem, denn es gibt pro Wagen eine Toilette. In einem Triebzug gibt es meist nur eine, wenn man viel Glück hat zwei Toiletten. Zudem lässt sich ein defekter Wagen wesentlich besser austauschen, als ein defekter Triebwagen, der während der Reparatur komplett ausfallen muss. Das Argument mit den Türen kann ich so aber auch nicht stehen lassen. Die meisten Fahrgäste sammeln sich i.d.R vor dem Halt im Türbereich. Daher ist der Zeitgewinn hier eher gering. Die Anzahl der Türen ist im übrigen nicht gestiegen, sie ist eher gesunken. Das gilt sowohl für die Doppelstockwagen, als auch für die Silberlinge. Beispiel: Ein sechsteiliger Flirt-Triebzug, der momentane Standard auf dem RE Stuttgart-Würzburg, bietet 333 Sitzplätze und besitzt dafür sechs Türen pro Fahrzeugseite. Ein Silberling besitzt 96 Sitzplätze pro Wagen. Damit bräuchte man für die gleiche Kapazität vier Wagen. Ein Wagen besitzt zwei Türen. Die Anzahl der Türen würde damit sogar steigen und wäre dank der symmetrischen Anordnung der Abteile wesentlich gleichmäßiger. Bei einem Doppelstockwagen sieht es ähnlich aus. Ein Wagen besitzt ungefähr 120 Sitzplätze. Hier würden drei Wagen ausreichen. Auch hier hat jeder Wagen zwei Einstiegsbereiche. Die Anzahl der Türen wäre hier die selbe. Also hier sehe ich keinen Vorteil bei Triebzügen. Alles in allem sehe ich, abgesehen von der erheblichen Taktverbesserung, die so aber auch mit der Bahn möglich gewesen wäre, keinerlei Verbesserungen durch den Betreiberwechsel. Dem zahlenden Kunden wurde hier eine große Mogelpackung verkauft. Von der Korruption dieser Ausschreibung mal abgesehen.

    • Bis jetzt ist der Zug im Fahrplan noch nicht aufgetaucht… Deshalb kämpfen wir weiter für die Wiederaufnahme aller drei Züge. Es bleibt eine unglaubliche Fehlentscheidung des Verkehrsministeriums. Ökonomisch und ökologisch ein Irrweg, zudem in Corona-Zeiten gesundheitlich hochgradig gefährlich. Deshalb stellen sich auch sämtliche kommunalen Akteure überparteilich vehement dagegen (insgesamt 11 Bürgermeister, über 50 Gemeinderäte, ein Landtagsabgeordneter und mehrere Landtagskandidaten) mit der Petition unter http://www.openpetition.de/fahrplanwechsel

  3. Elsenztal weiterhin abgehängt

    Auch nach dem Fahrplanwechsel gibt es keine durchgehende Verbindung zwischen Heidelberg und Stuttgart über das Elsenztal , die Verminderung der Zwischenhalte führt zu keiner nenneswerten Verkürzung der Fahrzeit.
    Es ist bedauerlich, wie sehr die nördlichen Bereiche des Kreises Heilbronn in Hinsicht
    zumutbarer Verbindungen weiterhin vernachlässigt werden.

    • Bei den entfallenden Halten geht es um den RE 8 Würzburg – Heilbronn – Stuttgart. Aber dass es keine durchgehenden Verbindungen aus dem Elsenztal gibt, ist durchaus ein Problem. Wobei es andererseits durch das Brechen der Linie in HN beim RE 10 eine deutlich höhere Fahrplanstabilität gibt. So können zumindest Verspätungen aus Richtung Stuttgart wieder abgebaut werden. Grundsätzlich setzt sich der VCD für einen Stundentakt des RE durchs Elsenztal ein, da die Bereiche nördlich von HN deutlich schlechter bedient werden als nach Landesstandard eigentlich vorgesehen

  4. Bei allem Verständnis dafür, dass die Gemeinden zwischen Heilbronn und Stuttgart
    möglichst bei jeder Zugverbindung berücksichtigt werden möchten,
    zwei Sprinterzüge pro Tag, um auch den ohnehin benachteiligten weiter entfernten
    Orten eine erträgliche Anbindung zu ermöglichen, wären sicher möglich gewesen.

    Nur als Beispiel für die bisherigen Fahrpläne:
    Abelio Zug endet abends in Heilbronn, wo am Gleis gegenüber der Abelio Zug
    Richtung Mannheim steht.
    Wenns knapp wird fragt man das Zugpersonal, ob der Anschluss noch klappt,
    die wissen nichts vom Zug der eigenen Firma!

    • Es geht nicht darum bei jeder Zugverbindung berücksichtigt zu werden, sondern morgens einen Zug zu haben in den man, wenn er kommt und nicht kurzfristig ausfällt, auch einsteigen kann. Das ist in Besigheim oft nicht der Fall weil die Züge einfach zu voll sind. Wichtig sind hier einfach größere Kapazitäten. Längere Züge und eben mehr Züge und nicht weniger.

      • Seit ein paar Tagen werden nun ergänzend „blaue Blitze“ eingesetzt, zwar alt, aber viele Wagen mit ausreichender Kapazität.

  5. http://www.openpetition.de/fahrplanwechsel

    Seit inzwischen vier Wochen kämpfen wir vor Ort an der Seite von 11 Bürgermeistern, einem Abgeordneten, mehrerer Landtagskandidaten und über 50 Gemeinderäten gegen den neuen Fahrplan, der für die Bahnhöfe in Nordheim, Lauffen/N, Kirchheim/N, Walheim und Besigheim den Wegfall von 50% der Zughalte zur Hauptstoßzeit zwischen 6.00 und 7.45 Uhr bedeutet (bis 11.12. waren es hier noch sechs haltende Züge, seit 14.12. sind es nur noch drei haltende Züge). Und der durch einen „Kompromiss“ hart erkämpfte Zug mit Start um 6.40 in HN steht weiterhin nicht im Fahrplan…

    Innerhalb von nur 16 Tagen haben wir mit unserer Petition unter http://www.openpetition.de/fahrplanwechsel über 2.000 Unterstützer gesammelt. Die Verärgerung bei den Bahnfahrerinnen und Bahnfahrern, aber auch bei allen kommunalen Akteuren von den Freien Wählern, über die CDU und SPD bis hin zu den Grünen, ist riesengroß. Sowohl ökonomisch als auch ökologisch ist die Streichung von Zughalten auf dieser wichtigen Achse zwischen Heilbronn und Stuttgart und bei dem riesigen Einzugsgebiet aus dem Mittelzentrum Besigheim, aus dem Zabergäu und dem Bottwartal, eine riesige Fehlentscheidung von Go-Ahead und Verkehrsministerium. Zumal die Zeitersparnis für Pendler aus Würzburg nahe null ist und über 80% der Fahrgäste auf dem Abschnitt zwischen Heilbronn und Bietigheim-Bissingen an oben genannten Zwischenhalten zusteigen.

    Für uns ist eine dreiteilige Lösung des Problems gefragt: Wir brauchen kurzfristig die Rücknahme der Fehlentscheidung und Wiederaufnahme der drei Züge in den Fahrplan, mittelfristig benötigen wir einen zusätzlichen Zug, der nur zwischen Heilbronn und Bietigheim-Bissingen verkehrt, und langfristig kann es nur mit einer S-Bahn-Verlängerung von Bietigheim nach Lauffen vorangehen. Das würde wirkliche Entlastung schaffen. Wenn sich am Fahrplan nichts ändert, ist das Bahnchaos auf der Frankenbahn spätestens nach dem Lockdown wieder vorprogrammiert.

  6. Abo-Änderungen ohne Information

    Die ab 01.01.2021 geänderten Abo’s ermöglichen laut DB Aboservice keine übertragbaren Monatskarten mehr.
    Die Änderung wurde erst auf Nachfrage bestätigt, eine Kundendinformation erfolgte bei
    Kartenzusendung nicht.
    Diese Vorgehensweise ist schlichtweg unverschämt.

    Ein weitere Serviceverschlechterung auf der Frankenbahn!

  7. Wir fahren derzeit seltener – das Chaos erwischt uns trotzdem,
    dank des Zusammenwirkens von DB, AVG usw.

    Gestern: Erst Verspätung in Stuttgart, dann ist die AVG Bimmelbahn in Neckarsulm schon vor dem Zug nach Würzburg auf der Strecke, kann aber in Friedrichshall nicht die zwei Minuten Anschluss abwarten und fährt den Fahrgästen Richtung Elsenztal vor der Nase weg.
    Der nächste Zug Richtung Elsenztal fällt ganz aus – Ergebnis 1 Stunde Verspätung.

    Es fällt schon lange auf, dass zwischen AVG und den Frankenbahnzügen keinerlei Abstimmung
    besteht, auf kaum einer Strecke ist man so maulfaul wie bei der AVG.
    Information über Anschlüsse – Fehlanzeige!

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