ICE soll 2020 über die Frankenbahn fahren – ohne Halt

Update: Auch der Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel fordert in einem Brief an DB-Vorstand Ronald Pofalla einen Stopp des in 2020 über Heilbronn verkehrenden ICEs. Auch Grünen-Politiker machen sich für einen ICE-Halt stark.

Wie jetzt bekannt wurde, will die Deutsche Bahn im Jahr 2020 vom 11. April bis 4. Oktober ein tägliches ICE-Sprinter-Paar über die Frankenbahn Stuttgart – Heilbronn – Würzburg führen – allerdings ohne Halt zwischen Stuttgart und Würzburg! Grund dafür ist die Sperrung der Schnellfahrstrecke Mannheim – Stuttgart wegen umfangreicher Bauarbeiten im kommenden Jahr, die zu netzweiten Verspätungen beim Fern- und Regionalverkehr führen wird. Der fünfteilige Zug mit einem Fahrzeug der Baureihe 415 (ICE-T mit Neigetechnik, die allerdings zwischenzeitlich abgeschaltet war) soll Stuttgart am Morgen um 6:00 Uhr verlassen, um 8:00 Uhr Würzburg erreichen und dann weiter ohne Halt bis Berlin verkehren, wo der Zug um 11:39 Uhr am Hauptbahnhof ankommen soll. Zurück geht es ab Berlin Hbf um 15:50 Uhr mit Stopp in Würzburg um 19:35/37 und Ankunft in Stuttgart um 21:41 Uhr. Der ICE ist so mit einer Fahrzeit von rund zwei Stunden zwischen Stuttgart und Würzburg etwa 15 Minuten schneller als der RegionalExpress (RE), der ab Dezember 2019 stündlich verkehren soll. Die Rückfahrt des ICE ab Würzburg um 19:37 Uhr würde in der heutigen Fahrplantrasse des RE liegen.

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Präsentation der Deutschen Bahn zum geplanten ICE-Sprinter Stuttgart – Berlin in 2020

Der VCD Landesverband und auch der VCD Regionalverband Hall-Heilbronn-Hohenlohe kritisieren, dass der ICE nicht in der Großstadt Heilbronn halten soll und fordern einen Stopp des Zuges in der Neckarstadt.

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DB Personal steuert Züge von Go-Ahead

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Am 4. Februar 2019 stand ein nagelneuer Triebzug vom Typ FLIRT von Go-Ahead im neuen BaWü-Design im Bahnhof Crailsheim ©SCRITTI

Gute Nachrichten für Fahrgäste auf der Frankenbahn: Wenn zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 der neue Anbieter Go-Ahead die schnellen Züge zwischen Stuttgart, Heilbronn und Würzburg im Stundentakt übernimmt, sollen sowohl genügend neue Fahrzeuge vom Typ Stadler FLIRT als auch genügend Triebfahrzeugführer*innen zur Verfügung stehen. Die ganze Bahnbranche leidet aktuell extrem unter Personalmangel. Nach einer aktuellen Pressemitteilung des Landesverkehrsministeriums kooperieren Go-Ahead und der aktuelle Betreiber DB Regio beim Personal, um den Betriebsübergang ab Juni 2019 im Sinne der Fahrgäste möglichst reibungslos zu gestalten. Die Deutsche Bahn-Tochter überlässt Go-Ahead rund 30 Lokführer*innen. Zugleich werden neue Triebfahrzeugführer von Go-Ahead auf DB-Zügen geschult. Die Zusammenarbeit habe Vorbildcharakter heißt es: DB Regio und Go-Ahead hatten im Beisein des baden-württembergischen Verkehrsministers Winfried Hermann einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Erst jüngst gab es Meldungen, dass die neuen Züge vom Typ Bombardier Talent 2 für die von Abellio betriebenen Strecken nicht rechtzeitig im Juni 2019 zur Verfügung stehen, da der Hersteller für die weiterentwickelten Fahrzeuge mit neuer Software noch keine Zulassung habe. Go-Ahead meldet in einer aktuellen Pressemitteilung zudem, dass die Lehrgänge für Quereinsteiger zur Qualifizierung als Triebfahrzeugführer*in auf große Nachfrage stoßen und es mehr Anmeldungen als Ausbildungsplätze gibt.

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