Weiterhin Ersatzzüge für Abellio ab Fahrplanwechsel

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Auf die modernen Triebwagen vom Typ Bombardier Talent, wie sie teils zwischen Stuttgart und Pforzheim rollen, müssen Fahrgäste auf der Frankenbahn noch etwas warten, da der Betreiber Abellio immer noch nicht genügend Fahrzeuge vom Hersteller bekommen hat. ©SCRITTI

Bei einer Veranstaltung des Landesverkehrsministeriums mit den neuen Betreibern auf der Frankenbahn Abellio und Go-Ahead in Heilbronn am 21. November 2019 gibt es weitere Informationen über das Bahnangebot ab 15. Dezember 2019. Wie die Heilbronner Stimme berichtet, will Go-Ahead den ab Dezember stündlichen RegionalExpress 8 Stuttgart – Heilbronn – Würzburg nun doch mit eigenen Zügen vom Typ Stadler FLIRT bedienen: Das ursprünglich geplante Ersatzkonzept sei vom Tisch, sagte Go-Ahead-Geschäftsführer Hans-Peter Sienknecht. Einige neue Fahrzeuge seien früher geliefert worden als erwartet, begründete Sienknecht die abermalige Kehrtwende. Man habe aber auch Vertrauen, dass Kinderkrankheiten der Züge abgestellt seien. Technische Pannen plagten seit Juni den Betrieb auf anderen Go-Ahead-Strecken. Abellio, der zweite neue Frankenbahn-Betreiber, hat derweil noch massiver Probleme mit seinem Lieferanten Bombardier. Der Konzern liefert im nächsten Schritt nur sechs von 20 Zügen. Abellio fährt wie bereits angekündigt ein Ersatzkonzept – und das nicht nur bis März, sondern voraussichtlich sogar bis Juni 2020. Auf der Strecke der Regionalbahn 10 bedient die Deutsche Bahn weiter die Strecke Stuttgart – Heilbronn mit Doppelstockzügen. Abellio fährt den stündlichen RegionalExpress Heilbronn – Mannheim abwechselnd über Sinsheim oder Neckarelz mit eigenen Fahrzeugen. Für die Verbindung Stuttgart-Heilbronn – Osterburken (Regionalbahn 18) leiht sich Abellio für die Übergangsphase Züge der DB-Baureihen 425 und 426, wie sie etwa auf der S-Bahn-Strecke zwischen Eppingen und Heidelberg unterwegs sind, heißt es in der Heilbronner Stimme. Das Land kritisiert den Fahrzeughersteller Bombardier heftig für dessen Unzuverlässigkeit. Bei der Veranstaltung machten die Verantwortlichen deutlich, dass sie die Kritik des VCD und der Initiative 780 Frankenbahn am Fahrplankonzept ernst nehmen. Allerdings könnten Verbesserungen nicht kurzfristig umgesetzt werden. Der VCD kritisiert vor allem, dass der bisherige InterregioExpress am Morgen entfällt. Der bei Pendlern beliebte Zug hält zwischen Osterburken (ab 6:14 Uhr) und Heilbronn (an 7:10 Uhr) an fast allen Stationen und fährt dann ohne Halt schnell bis Stuttgart durch. Künftig fährt in dieser Fahrplanlage ein RE von Go-Ahead ab Lauda (ab 6:02 Uhr) ohne die Halte im Jagsttal. Diese übernimmt eine RB, die in Bad Friedrichshall endet. Außerdem hält nach den aktuellen Fahrplanentwürfen nur ein einziger Zug aus dem Jagsttal morgens in Neckarsulm Nord beim Audi-Werk. Rückfahrten gibt es keine. mgr

 

 

Verwirrung um Fahrplanwechsel 2019: VCD kritisiert fehlende Informationen

Update: Die Fahrpläne der RegionalBahnen Osterburken – Heilbronn – Stuttgart sind nun online einsehbar.

Einen Monat vor Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 herrscht in der Region Heilbronn-Franken große Unruhe bezüglich des künftigen Bahnangebots, insbesondere hinsichtlich der Fahrten auf der Frankenbahn. Verunsicherte Schulleiter wollen Briefe schreiben, weil Schüler befürchten, nicht mehr per Bahn zur Schule fahren zu können. Pendler gehen sogar davon aus, dass sie wegen fehlender Verbindungen wieder aufs Auto umsteigen müssen. „Im Grunde weiß niemand etwas Konkretes, die finalen Fahrpläne sind nicht wirklich bekannt“, kritisiert Hans-Martin Sauter, Vorstand im VCD Regionalverband Hall-Heilbronn-Hohenlohe. Der VCD hält dies für einen unhaltbaren Zustand. „Es kann nicht sein, dass vier Wochen vor einem der wichtigsten Fahrplanwechsel in der Geschichte der Frankenbahn immer noch nicht klar ist, welche Züge wann fahren und vor allem mit welchen Fahrzeugen“, ist Sauter empört. Informationen, welcher Anbieter auf welcher Strecke welche Züge einsetzen will – oder auch nicht – bekomme man lediglich über die Tageszeitung oder müsse sie mühsam in Online-Auskunftsportalen zusammensuchen. Die Initiative 780 Frankenbahn hat einen Offenen Brief an die Verantwortlichen geschrieben und fordert Verbesserungen für Schüler und Pendler.

Go-Ahead_FLIRT-Stgt-Hbf

Eigentlich sollte Go-Ahead zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 den stündlichen RegionalExpress auf der Frankenbahn zwischen Stuttgart, Heilbronn und Würzburg mit modernen Triebwagen vom Typ Stadler FLIRT übernehmen. Nach aktuellem Stand sollen jedoch auch bei Go-Ahead teilweise Ersatzfahrzeuge zum Einsatz kommen, da es weiterhin technische Probleme mit den neuen Zügen gibt. ©SCRITTI

Wenn man noch Mitte November 2019 online in der Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn nach Verbindungen im neuen Fahrplan zwischen Stuttgatt und Heilbronn suchte, bekam man pro Stunde nur zwei Fahrten anstatt drei angezeigt: Den RegionalExpress (RE) zwischen Stuttgart, Heilbronn und Würzburg (Go-Ahead) sowie die RegionalBahn (RB) zwischen Stuttgart und Heilbronn (Abellio) mit Ankunft zur vollen Stunde, die eigentlich nach Mannheim weiter fahren sollte. Nach aktuellem Stand soll diese jedoch weiterhin von DB Regio gefahren werden, da Abellio zunächst nur den Abschnitt Heilbronn – Mannheim (stündlich wechselnd über Neckarelz oder Sinsheim) bedienen will. Die geplanten stündlichen Regionalbahnen zwischen Stuttgart und Osterburken (Abellio MetropolExpress, ab Stuttgart zur Minute :42, ab Osterburken zur Minute :35) fehlten komplett! „Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig eine frühzeitige Veröffentlichung von Fahrplanentwürfen ist. Hätte man hier ein vernünftiges Verfahren in Baden-Württemberg, gäbe es viel weniger Ärger, und man könnte rechtzeitig auf berechtigte Kritik der Fahrgäste reagieren“, stellt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb fest. Grundsätzlich begrüßt der VCD das neue Fahrplankonzept in der Region Heilbronn-Franken mit deutlich mehr Fahrten insbesondere am Abend. Nachfolgend die Details. Weiterlesen

Änderungen zum Fahrplanwechsel auf der Frankenbahn

In einer aktuellen Pressemitteilung erläutert die Deutsche Bahn die Änderungen zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 in Baden-Württemberg im Detail. Größte landesweite Änderung ist die Verschiebung der Taktlage der IC-Verbindung Stuttgart – Singen – Zürich um 30 Minuten, was auf dieser Relation auch den gesamten Nahverkehr tangiert. Zur Frankenbahn (KBS 780) Stuttgart–Heilbronn–Mosbach-Neckarelz / Osterburken–Würzburg heißt es unter anderem:
– Die RB 19141 Neckarsulm (18.20 Uhr)–Stuttgart (19.15 Uhr) hält montags bis freitags zusätzlich in Heilbronn Sülmertor (ab 18.23 Uhr), damit ergeben sich für viele Studierende zeitnahe Fahrtmöglichkeiten in Richtung Stuttgart.
– Der RE 4920 Stuttgart–Heilbronn (neu an 5.35/ab 5.36 Uhr)–Würzburg (an 7.24 Uhr) startet zwei Minuten früher in Stuttgart (um 4.50 Uhr) und hält an Montagen bis Freitagen zusätzlich in Neckarsulm Nord. Dies ermöglicht vielen Audi-Mitarbeitern aus Richtung Bietigheim-Bissingen eine weitere attraktive Fahrtmöglichkeit ohne Umstieg.
Weitere Änderungen gibt es im Bereich Frankenbahn und Tauberbahn (KBS 780/782) Würzburg/Wertheim–Lauda–Bad Mergentheim–Crailsheim.

Neue Fahrpläne für 2016 jetzt online

S42 in HN Austrasse

Zwischen Neckarsulm und Heilbronn verkehrt die Stadtbahn weiterhin nur dreimal in der Stunde – viel zu selten, um eine Alternative zum Autoverkehr zu sein

Auf der Webseite des Heilbronner Verkehrsverbundes (HNV) stehen jetzt die ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 gültigen Fahrpläne als pdf zum Download bereit. Die gedruckten Fahrplanbücher für Stadt und Landkreis Heilbronn voraussichtlich in KW 50 erhältlich sein. Es bleibt weitgehend alles beim Alten. Die Fahrplantabelle für die Frankenbahn (KBS 780) gibt es hier zum Download. Größere Änderungen wird es nur im Zabergäu geben, wo ein neues Buskonzept umgesetzt wird. Zehn Buslinien – mit der Bezeichnung 660 bis 669 – verkehren künftig von und nach und rund um Brackenheim teils im Halbstundentakt. Allerdings sind die Anschlüsse zum Bahnverkehr vor allem in Heilbronn nicht immer ideal. Leider haben sich auch die Versprechungen aus dem Landratsamt Heilbronn, dass im Rahmen der Einführung der Stadtbahn Nord beim ÖV-Angebot nachgebessert werde, weitgehend als heiße Luft erwiesen. Noch immer sind drei Stadtbahnen je Stunde zwischen Neckarsulm und Heilbronn viel zu wenig, und es fehlen direkte Busverbindungen, so dass viele Bereiche mit dem ÖV nur noch beschwerlich mit Umsteigen erreichbar sind. Fahrgäste beschweren sich zudem regelmäßig, dass der Stadtbahnverkehr mit S41 und S42 nicht wirklich funktioniert und Verspätungen an der Tagesordnung sind, insbesondere durch den Engpass zwischen Neckarsulm und Bad Friedrichshall. Die Folgen kann jeder sehen, der während der Hauptverkehrszeiten auf die Straßen rund um Heilbronn und Neckarsulm blickt. (mgr)

Stadtbahn wird teurer und kommt erst 2013

Wie die Stadt Heilbronn in einer Pressemitteilung bekannt gab, verzögert sich der Start der Stadtbahn Nord um ein weiteres Jahr. Begründung: Da sowohl Planfeststellungsverfahren als auch Leitungsarbeiten mehr Zeit als vorgesehen brauchten, verschiebt sich der geplante Termin der Inbetriebnahme um ein Jahr auf Ende 2013. Der Termin korrespondiert mit dem Fertigstellungstermin der anschließenden Landkreis-Strecke Richtung Neckarsulm-Sinsheim/Mosbach.
Mehr Infos dazu im Weblog zur Stadtbahn Heilbronn

Minimale Verbesserungen im Fahrplan 2009

Zum anstehenden Fahrplanwechsel im Dezember 2008 gibt es kleinere Veränderungen beim Verkehrsangebot auf der Frankenbahn zwischen Heilbronn und Lauda. Diese wurden teils auf Drängen der Initiative 780 Frankenbahn von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) umgesetzt, um die nach wie vor sehr schlechte Verkehrssituation für Schüler und Pendler etwas zu verbessern. Eine Tabelle mit den betroffenen Zügen findet sich hier als pdf.