Zum Fahrplanwechsel: Das ändert sich bei Abellio im Netz Neckartal

Zum europaweiten Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 informiert Abellio in einer aktuellen Pressemitteilung über die Änderungen im Stuttgarter Netz/Neckartal. Zudem ergeben sich im Netz Verbesserungen beim Fahrzeugeinsatz. So kann Abellio auf den drei Linien RB 18, RE 10 sowie IRE 6 künftig mehr Neufahrzeuge des Typs Talent 2 zum Einsatz bringen und somit den Reisekomfort deutlich steigern. Weil der Fahrzeughersteller Bombardier jedoch nach wie vor im Verzug ist und seine jüngste Lieferzusage nicht einhalten kann, bringt Abellio auf den Linien RB 18 und RE 10 ein „kleines Ersatzkonzept“ mit zusätzlichen Leihzügen zum Einsatz, um so die Auswirkungen für die Fahrgäste zu minimieren. Fahrplananpassungen gibt es ab dem 13.12. vornehmlich im Nachtverkehr der Linien RB 17a sowie RB 18. Die Nachtzüge (1.00 – 5.00 Uhr) verkehren künftig auf den Relationen Pforzheim – Stuttgart beziehungsweise Heilbronn –Tübingen. Bisher fuhren die Züge zwischen Pforzheim und Tübingen sowie zwischen Heilbronn und Bietigheim-Bissingen.

Noch mehr Neufahrzeuge vom Typ Talent wird Abellio mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 im Netz Neckartal einsetzen. Dennoch werden weiterhin zwischen Osterburken, Heilbronn und Tübingen Leihfahrzeuge von TRI benötigt. ©SCRITTI

Ändern wird sich zudem die Abellio-Flotte. Weil mittlerweile weitere Neufahrzeuge an Abellio ausgeliefert wurden – 45 von 52 sind es momentan – kann das Bahnunternehmen einen Großteil der bisher auf den Linien RB 18, RE 10 sowie IRE 6 verkehrenden Ersatzzüge ablösen. Die neuen Fahrzeuge verfügen über großzügige Mehrzweckabteile, Klimaanlagen sowie kostenloses WLAN, wodurch der Schienenverkehr zwischen Mannheim/Osterburken und Tübingen deutlich komfortabler wird. Im Unterauftrag von Abellio wird die Train Rental GmbH (TRI) auf den Linien RB 18 (Osterburken – Tübingen) sowie RE 10 (im Abschnitt Heilbronn – Tübingen) insgesamt vier Umläufe mit modernisierten n-Wagen (umgangssprachlich Silberlinge genannt) erbringen, bis alle Bombardier-Fahrzeuge zur Verfügung stehen.

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Kleiner Fahrplanwechsel: Kommen die Schrottzüge auf die Frankenbahn zurück?

Wenn zum kleinen Fahrplanwechsel am Sonntag, den 14. Juni 2020 das neue Verkehrsangebot von Abellio Baden-Württemberg auf der Neckar-Alb-Bahn Stuttgart – Tübingen startet, hat dies auch Auswirkungen auf die Frankenbahn. Zwischen Heilbronn, Stuttgart und Tübingen werden künftig teilweise wieder Züge mit unklimatisierten Silberlingen und alten DoStos verkehren, da weiterhin Ersatzfahrzeuge notwendig sind. Abellio übernimmt am 14. Juni 2020 nach gewonnener Ausschreibung einen wesentlichen Teil der bisher zwischen Stuttgart und Tübingen von DB Regio erbrachten Verkehre und verknüpft diese gemäß Ausschreibung mit den beiden Linien in Richtung Heilbronn. Über die Änderungen informiert das Landesverkehrsministerium in einer ausführlichen Pressemitteilung.

Künftig werden die von Abellio betriebenen Züge zwischen Heilbronn und Tübingen durchgebunden. Dies betrifft die Linie RE10 von Mannheim über Heilbronn (an/ab zur vollen Stunde) nach Stuttgart sowie die RB 18 von Osterburken über Heilbronn (an/ab zur halben Stunde) nach Stuttgart. Die Linie RE10 ist derzeit in den Abschnitt Mannheim – Heilbronn (Talent-Triebwagen von Abellio) und Heilbronn – Stuttgart (Doppelstockzüge von DB Regio) aufgeteilt. Ab 14. Juni 2020 sollen die auf dem RE10 von DB Regio betriebenen modernen Doppelstockzüge durch Leihfahrzeuge anderer Unternehmen ersetzt werden, da vom Fahrzeughersteller Bombardier bisher immer noch nicht alle von Abellio bestellten Fahrzeuge des Typs Talent geliefert wurden.

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Teure alte Züge (HN) vs. billige moderne Züge (S)

ET 430 S-Bahn Stuttgart (Bombardier)

ET 430 S-Bahn Stuttgart (Bombardier)

Der Verband Region Stuttgart (VRS) hatte im November 2006 den S-Bahnbetrieb europaweit ausgeschrieben. Nachdem mehrere private Bewerber wegen unkalkulierbarer fianzieller Risiken (Bau von Stuttgart 21, Nutzung von Werkstätten) sich aus der Ausschreibung zurück gezogen hatten, schloss der VRS inzwischen einen neuen Verkehrsvertrag mit DB Regio. Neben der Garantie von hohen Qualitätsstandards wird die DB 83 neue S-Bahn-Fahrzeuge vom Typ ET 430 (Bombardier/Alstom) beschaffen.

Das Interessante an dem Vertrag sind die Kosten pro Zugkm: Trotz Qualitätsverbesserungen und trotz neuer Fahrzeuge sinken die Kosten pro Zugkm von 6,37 EUR auf 6,14 EUR. Weiter bietet der Vertrag die Möglichkeit, Zu- oder Abbestellungen von 25 Prozent der Kilometerleistung vorzunehmen.

Zum Vergleich: Auf der Frankenbahn kassiert DB Regio mit uralten Fahrzeugen vom Land weiterhin ca. 8,60 Euro pro gefahrenen Zug-Kilometer, und das soll bis 2016 so bleiben. Warum das so ist? Fragen Sie die Landesregierung!

Hier gibt es mehr Infos zum neuen S-Bahn-Verkehrsvertrag.