Erste Linie im Filstal gestartet: Der Metropolexpress nimmt Fahrt auf

Zum kleinen Fahrplanwechsel am 13. Juni 2021 startete auf der Filstalbahn das Angebot im Nahverkehr erstmals unter der neuen Zuggattung Metropolexpress, kurz MEX, wie das Landesverkehrsministerium in einer aktuellen Pressemitteilung berichtet. Aus der bisherigen Regionalbahn „RB 16“ wurde der „MEX 16“. Ein Logo auf den Zügen und eine begleitende Kampagne wird die MEX-Züge im Laufe des Jahres in der Region rund um Stuttgart sichtbar machen. Wann der MEX auf der Frankenbahn eingeführt wird, steht aktuell noch nicht fest. „Komfortabler und flexibler dank verbessertem Takt und Nachtverkehr. Das erwartet die Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Filstalbahn mit Einführung der neuen Metropolexpress-Züge. Mit den MEX wächst die Landeshauptstadt Stuttgart enger mit ihrer Region zusammen. Nach dem Motto ‚MEXimal verbunden‛ wird die ganze Region zur Metropole“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann MdL am 10. Juni 2021 bei der Präsentation in Göppingen anlässlich des Starts der MEX-Züge auf der Filstalbahn.

MEX Linie 16: Die Züge auf der Filstalbahn verkehren künftig alle 30 Minuten und an den Wochenende auch nachts. ©VMBW

Entlang der Pendlerströme werden die regionalen Zentren Heilbronn, Murrhardt, Aalen, Geislingen und Göppingen, Tübingen, Horb und Pforzheim mit den MEX an die Landeshauptstadt Stuttgart angebunden. Nach dem Motto „erst einsammeln, dann express in die City“ fahren die MEX-Züge Montag bis Samstag zwischen 5 und 0 Uhr im 30-Minuten Takt (s. Schaubild). Außerhalb der Stuttgarter S-Bahn halten die Züge an allen Stationen. Innerhalb der S-Bahn halten die MEX nur noch an wenigen Stellen, so kommen sie express voran. „Das alles waren für uns sehr gute Gründe, die neue Zuggattung MEX einzuführen“, so Minister Hermann weiter.

Weiterlesen

Kleiner Fahrplanwechsel: Keine Durchbindung mehr über Heilbronn in Richtung Mannheim

In einer aktuellen Pressemitteilung weist Abellio Baden-Württemberg auf Änderungen zum sogenannten kleinen Fahrplanwechsel am Sonntag, den 13. Juni 2021, hin. Im Vergleich zum großen Fahrplanwechsel im Dezember eines jeden Jahres handelt es sich in der Regel um relativ kleine Anpassungen im Verkehrsangebot − so gilt auch im Stuttgarter Netz/Neckartal ein neuer Fahrplan mit geringen Änderungen. Fahrplananpassungen ergeben sich in erster Linie auf der Linie RB 17 a (Stuttgart Hbf. – Pforzheim Hbf. / Karlsruhe Hbf.). Hier werden künftig von Montag bis Freitag insgesamt sechs Fahrten über Pforzheim Hbf. hinaus von/bis nach Karlsruhe Hbf. verkehren. Samstags fahren zwei Züge pro Tag ab/bis Karlsruhe Hbf.

Die Linie Heilbronn – Mannheim bleibt RE10, Heilbronn – Tübingen wird zur RE12

Des Weiteren ändern sich die Liniennummern für die Stecke Tübingen Hbf. – Mannheim Hbf. (aktuell RE 10 a/b). Die Züge, die auf der Relation Tübingen Hbf. – Heilbronn Hbf. verkehren, tragen fortan die Liniennummer RE 12. Alle Züge zwischen Heilbronn Hbf. und Mannheim Hbf. fahren − wie bisher − als Linie RE 10. Auf den Linien RB 18 (Tübingen Hbf. – Osterburken) und IRE 6 (Tübingen Hbf. – Stuttgart Hbf.) ergeben sich keine Änderungen im Fahrplan. Für die Linie RB 18 werden jedoch zwischen Bad Friedrichshall Hbf. und Osterburken Bedarfshalte eingeführt. Die Fahrzeuge halten an den Unterwegsbahnhöfen auf dieser Relation künftig nur bei Anmeldung eines Haltewunsches durch eine/einen Reisende(n).

Weiterlesen

Nach Fahrgastkritik: Kompromiss für Unterwegshalte des RE 8 an der Frankenbahn

In einer aktuellen Pressemitteilung teilt das Landesverkehrsministerium mit: Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember wurde der Fahrplan auf der Frankenbahn angepasst. Der Status-Quo-Fahrplan zwischen Heilbronn und Stuttgart bleibt bestehen. Drei Züge des RE 8 werden beschleunigt und verkehren daher ohne Halt zwischen Heilbronn und Bietigheim-Bissingen. Dies hatten Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen kritisiert. In einem Online-Gespräch wurde am Mittwoch (09. Dezember 2020) unter Leitung von Dr. Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Verkehrsministerium, mit Florian Baasch, als Vertreter von Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel, Lutz Mai, in Vertretung von Heilbronns Landrat Detlef Piepenburg, sowie den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern Tatjana Scheerle (Walheim), Steffen Bühler, (Besigheim), Klaus-Peter Waldenberger (Lauffen am Neckar), Uwe Seibold (Kirchheim am Neckar) und Volker Schiek vertreten durch Isabelle Krauß (Nordheim) ein Kompromiss gefunden. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt wird der 6:40 Uhr-Zug wieder Zwischenhalte bedienen. Somit gibt es in jeder Stunde zwischen 6 und 8 Uhr einen schnellen Zug. Zudem gibt es dann zwischen 6 und 7 Uhr insgesamt drei Züge, die viele Halte bedienen.

Weiterlesen

Klimaschutz: Nebenbahnen haben große Zukunft

Anfang Juli 2020 lud der VCD-Landesverband Baden-Württemberg zu einer weiteren Exkursion zum Thema „Zukunft des öffentlichen Verkehrs“. Dieses Mal ging es zur sogenannten Räuberbahn auf der Schwäbischen Alb. Die Räuberbahn Altshausen – Schwackenreute ist ein kommunal verantwortetes Unternehmen der Stadt Pfullendorf und weiterer Anliegergemeinden. Die Kommunen hatten nach der erfolgreichen Reaktivierung die Strecke schließlich 2015 von der DB gekauft. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten investieren sie Zug um Zug in den weiteren Ausbau. Inzwischen gibt es regelmäßig Ausflugsverkehre am Wochenende von Aulendorf bis Pfullendorf sowie auch zunehmender Güterverkehr. Einen Bericht über die Exkursion gibt es auf der Seite vom VCD-Landesverband. Das Land Baden-Württemberg untersucht aktuell 41 stillgelegte Bahnstrecken auf ihr Potenzial für eine Reaktivierung. Darunter befinden sich auch die Zabergäubahn (Lauffen – Zaberfeld), Bottwartalbahn (Heilbronn – Marbach) und Kochertalbahn (Waldenburg – Künzelsau). Auch die Krebsbachtalbahn (Neckarbischofsheim – Hüffenhardt) sollte eine rund zwei Kilometer lange Verbindung zum Heilbronner Stadtbahnnetz in Bad Rappenau erhalten. Der VCD in der Region Hall-Heilbronn-Hohenlohe hat bei verschiedenen Veranstaltungen auf die Bedeutung der Reaktivierung von Bahnstrecken für die Verkehrswende und den Klimaschutz hingewiesen.

Noch wächst Gras über die Bahngleise bei Althengstett. Doch die Arbeiten zur Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn zwischen Weil der Stadt und Calw sind in vollem Gang. ©SCRITTI

Positive Beispiele für die Reaktivierung von Bahnstrecken gibt es einige im Südwesten, sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz. Im Großraum Stuttgart sind das etwa die Schönbuchbahn (Böblingen – Dettenhausen), die inzwischen wegen der großen Nachfrage sogar elektrifiziert wurde und längere Züge erhalten wird, oder die Wieslauftalbahn (Schorndorf – Rudersberg), auf der wahrscheinlich bald mit Wasserstoff angetriebene Züge zum Einsatz kommen sollen. Beide Strecken gingen in kommunales Eigentum über und werden auch kommunal von Zweckverbänden erfolgreich betrieben. Auch eine Folge der Fernsehserie Eisenbahnromantik vom März 2020 beschäftigt sich mit der Zukunft stillgelegter Bahnstrecken. Darin geht es auch um die positiven Beispiele Räuberbahn und Krebsbachtalbahn.

In dieser Folge von Eisenbahnromantik geht es um die erfolgreiche Reaktivierung von Bahnstrecken und positive Beispiele im Südwesten wie Räuberbahn und Krebsbachtalbahn.

Dr. Dieter Ludwig: „Wir müssen die Bahn zu den Menschen bringen“

Aus Anlass des Todes von Dr. Dieter Ludwig am 16. Juli 2020 in Ettlingen gibt es nachfolgend nochmals ein Interview mit ihm aus dem Jahr 2009, das weiterhin aktuell ist. Damals hatte der „Erfinder“ des Karlsruher Modells mit Zweisystem-Stadtbahnen und langjährige Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) und des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) bei einer Veranstaltung der BI Frankenbahn sowie des VCD in Möckmühl leidenschaftlich die Ergänzung des Heilbronner Stadtbahn-Netzes um die Strecke der Frankenbahn bis Osterburken oder Lauda gefordert. Dazu müsste man nur einen Triebwagen an die Züge der heutigen S41 oder S42 anhängen und in Bad Friedrichshall abkuppeln. Sein Motto war stets: „Wir müssen die Bahn zu den Menschen bringen, sie dort abholen, wo sie leben und sie dahin bringen, wo sie hinwollen.“ Dies gilt bis heute auch für die Frankenbahn.

Nahverkehrsexperte und „Erfinder“ des Karlsruher Modells mit Zweisystem-Stadtbahnen Dr.-Ing.e.h. Dieter Ludwig sprach im September 2009 im Interview über die Frankenbahn und einen möglichen S-Bahnverkehr von Heilbronn bis Möckmühl. ©Foto privat

„Wir könnten schon morgen mit der Stadtbahn nach Osterburken fahren!“

Der langjährige Chef der Karlsruher Albtalverkehrsgesellschaft (AVG) und Erfinder der modernen Regionalstadtbahn Dieter Ludwig (Foto: privat) engagierte sich auch noch im Ruhestand mit Leidenschaft, Sachverstand und Unternehmergeist für einen besseren Schienenverkehr. Ludwig hatte 1999 die Stadtbahn nach Heilbronn gebracht und hat stets auch in der Strecke der Frankenbahn bis Osterburken oder Lauda genügend Potenzial für eine moderne S-Bahn im Taktverkehr gesehen. Im Interview mit Michael Schwager sprach Dr. Ludwig über Perspektiven und Chancen für die Frankenbahn.

Weiterlesen

Abellio kehrt ab 14. Juni zum regulären Fahrplan zurück

In einer aktuellen Pressemitteilung weist Abellio Rail Baden-Württemberg (ABRB) darauf hin, dass mit dem sogenannten kleinen Fahrplanwechsel am Sonntag, 14. Juni 2020 wieder gemäß des regulären Fahrplans im Stuttgarter Netz/Neckartal gefahren wird. Das betrifft die Linien RE 10 (Mannheim – Heilbronn / Heilbronn – Stuttgart) sowie RB 18 (Osterburken – Heilbronn – Stuttgart). Die aktuellen Fahrplanhefte sind online auf der Abellio-Webseite abrufbar. Auf Grund der Kritik des VCD und von Fahrgästen gibt es nun auch einen Taschenfahrplan als pdf, auf dem ALLE Fahrten zwischen Heilbronn und Stuttgart verzeichnet sind, also auch jene mit dem RE 8 von Go-Ahead (Würzburg – Heilbronn – Stuttgart). Die bisherigen Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie werden nun wieder aufgehoben. Fahrgäste haben außerdem die Möglichkeit, sich in der Fahrplanauskunft auf abellio.de/bawue sowie auf bahn.de und im DB Navigator über die gültigen Fahrzeiten zu informieren. Da die Abellio-Züge ab 14. Juni von Stuttgart bis Tübingen verlängert werden, werden zwischen Heilbronn, Stuttgart und Tübingen künftig teilweise wieder Züge mit unklimatisierten Silberlingen und alten DoStos verkehren, da weiterhin Ersatzfahrzeuge notwendig sind

Die modernen Elektrotriebwagen vom Typ Talent 2 verkehren für Abellio weiterhin fast nur auf dem RE 10 zwischen Mannheim und Heilbronn (in der Regel zwei Dreiteiler) sowie vereinzelt auf der RB 18 zwischen Stuttgart und Osterburken. Zwischen Heilbronn und Stuttgart kommen Ersatzzüge unterschiedlicher Unternehmen zum Einsatz. ©SCRITTI
Weiterlesen

Kleiner Fahrplanwechsel: Kommen die Schrottzüge auf die Frankenbahn zurück?

Wenn zum kleinen Fahrplanwechsel am Sonntag, den 14. Juni 2020 das neue Verkehrsangebot von Abellio Baden-Württemberg auf der Neckar-Alb-Bahn Stuttgart – Tübingen startet, hat dies auch Auswirkungen auf die Frankenbahn. Zwischen Heilbronn, Stuttgart und Tübingen werden künftig teilweise wieder Züge mit unklimatisierten Silberlingen und alten DoStos verkehren, da weiterhin Ersatzfahrzeuge notwendig sind. Abellio übernimmt am 14. Juni 2020 nach gewonnener Ausschreibung einen wesentlichen Teil der bisher zwischen Stuttgart und Tübingen von DB Regio erbrachten Verkehre und verknüpft diese gemäß Ausschreibung mit den beiden Linien in Richtung Heilbronn. Über die Änderungen informiert das Landesverkehrsministerium in einer ausführlichen Pressemitteilung.

Künftig werden die von Abellio betriebenen Züge zwischen Heilbronn und Tübingen durchgebunden. Dies betrifft die Linie RE10 von Mannheim über Heilbronn (an/ab zur vollen Stunde) nach Stuttgart sowie die RB 18 von Osterburken über Heilbronn (an/ab zur halben Stunde) nach Stuttgart. Die Linie RE10 ist derzeit in den Abschnitt Mannheim – Heilbronn (Talent-Triebwagen von Abellio) und Heilbronn – Stuttgart (Doppelstockzüge von DB Regio) aufgeteilt. Ab 14. Juni 2020 sollen die auf dem RE10 von DB Regio betriebenen modernen Doppelstockzüge durch Leihfahrzeuge anderer Unternehmen ersetzt werden, da vom Fahrzeughersteller Bombardier bisher immer noch nicht alle von Abellio bestellten Fahrzeuge des Typs Talent geliefert wurden.

Weiterlesen

Verkehrsminister setzt Go-Ahead unter Druck

Bei einer Momentaufnahme am Neckarsulmer Bahnhof am 13. Januar 2020 gegen 16:30 Uhr ergab sich folgendes Bild: 16:35 Uhr RB18 (Abellio) von Stuttgart nach Osterburken steht als pünktlich online im DB Navigator, fährt aber real 10 Minuten zu spät um 16:45 Uhr. Der aus einem ET425 gebildete Zug würde nun wieder (wie schon unzählige Male zuvor) den nachfolgenden RE8 nach Würzburg (ab 16:52 Uhr) ausbremsen. Dies ist an diesem Tag jedoch kein Problem, da RE8 um 16:52 Uhr nach Würzburg komplett ausfällt! Und auch RE8 eine Stunde später um 17:52 Uhr nach Würzburg fällt ebenso aus! Fast alle Stadtbahnen der Linien S41 / S42 haben sowohl von Heilbronn als auch in Richtung Heilbronn Verspätung, teils bis zu 10 Minuten. Es scheint, der Streckenabschnitt Neckarsulm – Bad Friedrichshall ist inzwischen an der Kapazitätsgrenze angelangt. In einer aktuellen Pressmitteilung hat Verkehrsminister Winfried Hermann nun von der Geschäftsführung von Go-Ahead Baden-Württemberg rasche Lösungen bei den Kapazitäts- und Qualitätsproblemen auf den neu betriebenen Strecken verlangt. Weiterlesen

Zahlreiche Probleme mit neuen Betreibern auf der Frankenbahn

Seit 15. Dezember 2019 verkehren auf der Frankenbahn die neuen Betreiber Go-Ahead (RE 8 Stuttgart – Heilbronn – Würzburg stündlich) und Abellio (stündlich RB 18 Stuttgart – Heilbronn – Osterburken sowie stündlich RE 10 Stuttgart – Heilbronn – Mannheim). Die Details dazu finden sich auf der Seite des Verkehrsministeriums. Nach einem Monat gibt es immer noch sehr viel Kritik von Fahrgästen wegen Zugausfällen und insbesondere hinsichtlich zu kurzer Züge in der Hauptverkehrszeit und fehlender Verbindungen am Morgen. Auch die Heilbronner Stimme zieht eine durchwachsene Bilanz.

Schreiben Sie uns über die Kommentarfunktion am unteren Ende dieses Beitrags Ihre Erfahrungen, wenn Sie auf der Frankenbahn unterwegs sind!

Weiterlesen

Weiterhin Ersatzzüge für Abellio ab Fahrplanwechsel

Stgt-Hbf-Abellio-Talent

Auf die modernen Triebwagen vom Typ Bombardier Talent, wie sie teils zwischen Stuttgart und Pforzheim rollen, müssen Fahrgäste auf der Frankenbahn noch etwas warten, da der Betreiber Abellio immer noch nicht genügend Fahrzeuge vom Hersteller bekommen hat. ©SCRITTI

Bei einer Veranstaltung des Landesverkehrsministeriums mit den neuen Betreibern auf der Frankenbahn Abellio und Go-Ahead in Heilbronn am 21. November 2019 gibt es weitere Informationen über das Bahnangebot ab 15. Dezember 2019. Wie die Heilbronner Stimme berichtet, will Go-Ahead den ab Dezember stündlichen RegionalExpress 8 Stuttgart – Heilbronn – Würzburg nun doch mit eigenen Zügen vom Typ Stadler FLIRT bedienen: Das ursprünglich geplante Ersatzkonzept sei vom Tisch, sagte Go-Ahead-Geschäftsführer Hans-Peter Sienknecht. Einige neue Fahrzeuge seien früher geliefert worden als erwartet, begründete Sienknecht die abermalige Kehrtwende. Man habe aber auch Vertrauen, dass Kinderkrankheiten der Züge abgestellt seien. Technische Pannen plagten seit Juni den Betrieb auf anderen Go-Ahead-Strecken. Abellio, der zweite neue Frankenbahn-Betreiber, hat derweil noch massiver Probleme mit seinem Lieferanten Bombardier. Der Konzern liefert im nächsten Schritt nur sechs von 20 Zügen. Abellio fährt wie bereits angekündigt ein Ersatzkonzept – und das nicht nur bis März, sondern voraussichtlich sogar bis Juni 2020. Auf der Strecke der Regionalbahn 10 bedient die Deutsche Bahn weiter die Strecke Stuttgart – Heilbronn mit Doppelstockzügen. Abellio fährt den stündlichen RegionalExpress Heilbronn – Mannheim abwechselnd über Sinsheim oder Neckarelz mit eigenen Fahrzeugen. Für die Verbindung Stuttgart-Heilbronn – Osterburken (Regionalbahn 18) leiht sich Abellio für die Übergangsphase Züge der DB-Baureihen 425 und 426, wie sie etwa auf der S-Bahn-Strecke zwischen Eppingen und Heidelberg unterwegs sind, heißt es in der Heilbronner Stimme. Das Land kritisiert den Fahrzeughersteller Bombardier heftig für dessen Unzuverlässigkeit. Bei der Veranstaltung machten die Verantwortlichen deutlich, dass sie die Kritik des VCD und der Initiative 780 Frankenbahn am Fahrplankonzept ernst nehmen. Allerdings könnten Verbesserungen nicht kurzfristig umgesetzt werden. Der VCD kritisiert vor allem, dass der bisherige InterregioExpress am Morgen entfällt. Der bei Pendlern beliebte Zug hält zwischen Osterburken (ab 6:14 Uhr) und Heilbronn (an 7:10 Uhr) an fast allen Stationen und fährt dann ohne Halt schnell bis Stuttgart durch. Künftig fährt in dieser Fahrplanlage ein RE von Go-Ahead ab Lauda (ab 6:02 Uhr) ohne die Halte im Jagsttal. Diese übernimmt eine RB, die in Bad Friedrichshall endet. Außerdem hält nach den aktuellen Fahrplanentwürfen nur ein einziger Zug aus dem Jagsttal morgens in Neckarsulm Nord beim Audi-Werk. Rückfahrten gibt es keine. mgr