Historischer Tag: Der erste ICE auf der Frankenbahn

Am Montag, den 29. April 2019 wurde in Heilbronn Eisenbahn-Geschichte geschrieben: Zum ersten Mal fuhr ein ICE fahrplanmäßig in den Hauptbahnhof der Großstadt ein! Mit rund 50 Minuten Verspätung erreichte ICE 715 von Köln kommend gegen 10:30 Uhr den Heilbronner Hauptbahnhof, wie die Heilbronner Stimme im Liveblog berichtete, um dann nach Stuttgart weiter zu fahren. Die Rückfahrt nach Köln mit ICE 714 am Nachmittag mit Abfahrt um 14:10 Uhr in Heilbronn verlief pünktlich. Anlass für den täglichen ICE-Stopp bis Anfang Oktober (Montag bis Freitag) ist die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn, nachdem sich die lokale Politik vehement für einen Fernverkehrshalt während der BUGA eingesetzt hatte.

NSU-ICE+Stadtbahn

ICE trifft Stadtbahn auf der Fahrt nach Köln am Haltepunkt Neckarsulm Mitte ©SCRITTI

Der ICE verlässt Köln am frühen Morgen um 6:11 Uhr und benötigt rund vier Stunden bis zur Endstation Stuttgart.

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Fahrplankonferenz: Stadtbahn Nord ab Dezember alle 30 Minuten, Doppelstöcker nach Osterburken

Bhf Neckarsulm mit Stadtbahnbereich

Bahnhof Neckarsulm mit neuen Gleisen und Bahnsteigen für die Stadtbahn Nord auf der Westseite

Wie auf der Fahrplankonferenz der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) in der Heilbronner IHK am Freitag, den 28. September 2013 bekannt wurde, soll die Stadtbahn Nord ab Fahrplanwechsel im Dezember 2013 vorerst alle 30 Minuten zwischen Neckarsulm und Heilbronn-Harmonie pendeln. (Ein entsprechender Zeitungsbericht aus der Heilbronner Stimme kann hier nicht mehr verlinkt werden, da die Heilbronner Stimme wichtige Informationen online nur noch gegen Bezahlung zugänglich macht!)
Grund dafür seien nicht genügend vorhandene Fahrzeuge und die fehlende Zulassung der neuen Triebwagen vom Typ ET 2010 für den Betrieb auf Eisenbahnstrecken. Wegen der Systemwechselstelle VOR dem Heilbronner Hauptbahnhof können die neuen Züge zudem nicht bis zum Bahnhofsvorplatz fahren und müssen daher an der Harmonie nach Osten abbiegen. Der Busverkehr im Neckartal mit Direktverbindungen nach Heilbronn soll voerst unverändert erhalten bleiben. Anfang November sollen zudem die ersten Testfahrten auf den neu gebauten Innenstadt-Gleisen starten.
Da ab Fahrplanwechsel die heutige stündliche Regionalbahn Ulm – Stuttgart – Heilbronn – Neckarelz mit modernen Doppelstockwagen wie von der NVBW geplant auf der Frankenbahn nach Osterburken umgeleitet werden soll, werden – zumindest bei acht täglichen Verbindungen – Fahrgäste zwischen Neckarelz und Bad Friedrichhall vom überregionalen Bahnverkehr und Direktverbindungen von/nach Heilbronn abgehängt. Sie müssen künftig auf einen Pendelzug ausweichen und in Neckarsulm zusätzlich umsteigen. Fortschritte auf der Frankenbahn gehen also, wie vom VCD schon mehrfach kritisiert, zu Lasten der Anbindung der Kommunen im Neckartal.
Der VCD HHH betrachtet das Übergangskonzept als Etappensieg. VCD-Vorstand Hans-Martin Sauter sieht die Einrichtung des Halbstundentaktes als Basis, um diesen später zwischen Neckarsulm und Heilbronn auf einen 15-Minuten-Takt (oder weiter) zu verdichten. Mit dem Halbstundentakt seien zudem auch akzeptable Anschlüsse an Stadt- und Regionalbusse möglich im Gegensatz zu einem 20-Minuten-Takt. Da angeblich DB Netz zwischen Neckarsulm und Bad Friedrichshall stündlich nur drei Fahrplantrassen für die Stadtbahn Nord zur Verfügung stellen kann, hält es der VCD für sinnvoll, von künftig stündlich vier Fahrten ab Heilbronn bis Neckarsulm drei in Richtung Norden weiterzuführen. (mgr)

Stadtbahn Nord: Fahrplan-Chaos programmiert

Stadtbahn und Stadtbus HN

Falscher Takt: Kein Anschluss zwischen Stadtbahn und Stadtbus möglich

Nach gerade mal drei Wochen ist die Fahrgastbeteiligung zu den Fahrplanentwürfen der NVBW für 2014 schon wieder beendet. Es ist zu hoffen, dass dies in Zukunft wesentlich länger möglich ist, damit eine solche Form der Bürgerbeteiligung ihren Namen auch verdient. Es bleibt festzustellen: Der Fahrplanentwurf zur Stadtbahn Nord bzw. zur Frankenbahn (KBS 710_4/KBS 780) ist – wie vom VCD seit zwei Jahren befürchtet – eine einzige Katastrophe. Ein verständlicher Fahrplantakt zwischen Heilbronn und Stuttgart ist teils nur noch schwer erkennbar, die Abfahrtzeiten wechseln teils je nach Tag und Stunde. Auf Grund des geplanten 20-Minuten-Taktes bei der Stadtbahn Nord (ab Heilbronn :01/:21/:41) gibt es in Heilbronn so gut wie keine Anschlüsse zwischen Stadtbahn und überregionalem Verkehr (30-Minuten-Takt, Knotenzeiten :30/:00). Und selbst wenn, sind Wartezeiten von 8-11 Minuten die Regel… Allenfalls mit zweimal Umsteigen könnten Anschlüsse in Neckarsulm passen.
Hier ein paar konkrete Beispiele:

RB aus Stuttgart an HN-Hbf Minute :01, S ab HN Bahnhofsvorplatz Minute :01
RE aus Stuttgart an HN-Hbf Minute :45, S ab HN Bahnhofsvorplatz Minute :41

S an HN Bahnhofsvorplatz Minute :54, RB nach Stuttgart HN-Hbf ab Minute :54 oder :56
S an HN Bahnhofsvorplatz Minute :14, RE nach Stuttgart HN-Hbf ab Minute :12

Am tollsten wird es abends, dann wechselt die Stadtbahn wieder mal aus Kostengründen vom 20- auf einen 30-Minuten-Takt! Züge aus Stuttgart kommen in Heilbronn (nur noch stündlich!) zur Minute :01 an und enden dort. Die Stadtbahn fährt weiter um :21 oder :51. RE Stuttgart-Würzburg kommt :53 an, Stadtbahn fährt :51 ab. Die letzte Stadtbahn um 1:06 Uhr hat dann jedweden Takt verlassen…
Ob da bei den Fachleuten der NVBW mal jemand auf die Idee gekommen ist, dass vielleicht ein Fahrgast aus Stuttgart in Heilbronn ankommt und dann mit der S-Bahn gerne sein Ziel zwischen Heilbronn und Bad Friedrichshall ansteuern möchte? Oder dass Schüler aus den städtischen Berufsschulen in Richtung Lauffen oder Bietigheim weiter wollen?
Und bei all diesem Chaos fahren dann in mancher Stunde sogar bis zu sechs (!!) Züge zwischen Heilbronn und Bad Friedrichshall hintereinander her – OHNE einen verständlichen oder merkbaren Takt natürlich…