Weiterhin Ersatzzüge für Abellio ab Fahrplanwechsel

Stgt-Hbf-Abellio-Talent

Auf die modernen Triebwagen vom Typ Bombardier Talent, wie sie teils zwischen Stuttgart und Pforzheim rollen, müssen Fahrgäste auf der Frankenbahn noch etwas warten, da der Betreiber Abellio immer noch nicht genügend Fahrzeuge vom Hersteller bekommen hat. ©SCRITTI

Bei einer Veranstaltung des Landesverkehrsministeriums mit den neuen Betreibern auf der Frankenbahn Abellio und Go-Ahead in Heilbronn am 21. November 2019 gibt es weitere Informationen über das Bahnangebot ab 15. Dezember 2019. Wie die Heilbronner Stimme berichtet, will Go-Ahead den ab Dezember stündlichen RegionalExpress 8 Stuttgart – Heilbronn – Würzburg nun doch mit eigenen Zügen vom Typ Stadler FLIRT bedienen: Das ursprünglich geplante Ersatzkonzept sei vom Tisch, sagte Go-Ahead-Geschäftsführer Hans-Peter Sienknecht. Einige neue Fahrzeuge seien früher geliefert worden als erwartet, begründete Sienknecht die abermalige Kehrtwende. Man habe aber auch Vertrauen, dass Kinderkrankheiten der Züge abgestellt seien. Technische Pannen plagten seit Juni den Betrieb auf anderen Go-Ahead-Strecken. Abellio, der zweite neue Frankenbahn-Betreiber, hat derweil noch massiver Probleme mit seinem Lieferanten Bombardier. Der Konzern liefert im nächsten Schritt nur sechs von 20 Zügen. Abellio fährt wie bereits angekündigt ein Ersatzkonzept – und das nicht nur bis März, sondern voraussichtlich sogar bis Juni 2020. Auf der Strecke der Regionalbahn 10 bedient die Deutsche Bahn weiter die Strecke Stuttgart – Heilbronn mit Doppelstockzügen. Abellio fährt den stündlichen RegionalExpress Heilbronn – Mannheim abwechselnd über Sinsheim oder Neckarelz mit eigenen Fahrzeugen. Für die Verbindung Stuttgart-Heilbronn – Osterburken (Regionalbahn 18) leiht sich Abellio für die Übergangsphase Züge der DB-Baureihen 425 und 426, wie sie etwa auf der S-Bahn-Strecke zwischen Eppingen und Heidelberg unterwegs sind, heißt es in der Heilbronner Stimme. Das Land kritisiert den Fahrzeughersteller Bombardier heftig für dessen Unzuverlässigkeit. Bei der Veranstaltung machten die Verantwortlichen deutlich, dass sie die Kritik des VCD und der Initiative 780 Frankenbahn am Fahrplankonzept ernst nehmen. Allerdings könnten Verbesserungen nicht kurzfristig umgesetzt werden. Der VCD kritisiert vor allem, dass der bisherige InterregioExpress am Morgen entfällt. Der bei Pendlern beliebte Zug hält zwischen Osterburken (ab 6:14 Uhr) und Heilbronn (an 7:10 Uhr) an fast allen Stationen und fährt dann ohne Halt schnell bis Stuttgart durch. Künftig fährt in dieser Fahrplanlage ein RE von Go-Ahead ab Lauda (ab 6:02 Uhr) ohne die Halte im Jagsttal. Diese übernimmt eine RB, die in Bad Friedrichshall endet. Außerdem hält nach den aktuellen Fahrplanentwürfen nur ein einziger Zug aus dem Jagsttal morgens in Neckarsulm Nord beim Audi-Werk. Rückfahrten gibt es keine. mgr

 

 

Verwirrung um Fahrplanwechsel 2019: VCD kritisiert fehlende Informationen

Update: Die Fahrpläne der RegionalBahnen Osterburken – Heilbronn – Stuttgart sind nun online einsehbar.

Einen Monat vor Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 herrscht in der Region Heilbronn-Franken große Unruhe bezüglich des künftigen Bahnangebots, insbesondere hinsichtlich der Fahrten auf der Frankenbahn. Verunsicherte Schulleiter wollen Briefe schreiben, weil Schüler befürchten, nicht mehr per Bahn zur Schule fahren zu können. Pendler gehen sogar davon aus, dass sie wegen fehlender Verbindungen wieder aufs Auto umsteigen müssen. „Im Grunde weiß niemand etwas Konkretes, die finalen Fahrpläne sind nicht wirklich bekannt“, kritisiert Hans-Martin Sauter, Vorstand im VCD Regionalverband Hall-Heilbronn-Hohenlohe. Der VCD hält dies für einen unhaltbaren Zustand. „Es kann nicht sein, dass vier Wochen vor einem der wichtigsten Fahrplanwechsel in der Geschichte der Frankenbahn immer noch nicht klar ist, welche Züge wann fahren und vor allem mit welchen Fahrzeugen“, ist Sauter empört. Informationen, welcher Anbieter auf welcher Strecke welche Züge einsetzen will – oder auch nicht – bekomme man lediglich über die Tageszeitung oder müsse sie mühsam in Online-Auskunftsportalen zusammensuchen. Die Initiative 780 Frankenbahn hat einen Offenen Brief an die Verantwortlichen geschrieben und fordert Verbesserungen für Schüler und Pendler.

Go-Ahead_FLIRT-Stgt-Hbf

Eigentlich sollte Go-Ahead zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 den stündlichen RegionalExpress auf der Frankenbahn zwischen Stuttgart, Heilbronn und Würzburg mit modernen Triebwagen vom Typ Stadler FLIRT übernehmen. Nach aktuellem Stand sollen jedoch auch bei Go-Ahead teilweise Ersatzfahrzeuge zum Einsatz kommen, da es weiterhin technische Probleme mit den neuen Zügen gibt. ©SCRITTI

Wenn man noch Mitte November 2019 online in der Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn nach Verbindungen im neuen Fahrplan zwischen Stuttgatt und Heilbronn suchte, bekam man pro Stunde nur zwei Fahrten anstatt drei angezeigt: Den RegionalExpress (RE) zwischen Stuttgart, Heilbronn und Würzburg (Go-Ahead) sowie die RegionalBahn (RB) zwischen Stuttgart und Heilbronn (Abellio) mit Ankunft zur vollen Stunde, die eigentlich nach Mannheim weiter fahren sollte. Nach aktuellem Stand soll diese jedoch weiterhin von DB Regio gefahren werden, da Abellio zunächst nur den Abschnitt Heilbronn – Mannheim (stündlich wechselnd über Neckarelz oder Sinsheim) bedienen will. Die geplanten stündlichen Regionalbahnen zwischen Stuttgart und Osterburken (Abellio MetropolExpress, ab Stuttgart zur Minute :42, ab Osterburken zur Minute :35) fehlten komplett! „Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig eine frühzeitige Veröffentlichung von Fahrplanentwürfen ist. Hätte man hier ein vernünftiges Verfahren in Baden-Württemberg, gäbe es viel weniger Ärger, und man könnte rechtzeitig auf berechtigte Kritik der Fahrgäste reagieren“, stellt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb fest. Grundsätzlich begrüßt der VCD das neue Fahrplankonzept in der Region Heilbronn-Franken mit deutlich mehr Fahrten insbesondere am Abend. Nachfolgend die Details. Weiterlesen

ICE-Sprinter nach Berlin hält 2020 nun doch in Heilbronn

Es geschehen noch Zeichen und Wunder, die Deutsche Bahn (DB) bewegt sich: Der ICE-Sprinter, der zwischen April und Oktober einmal täglich von Stuttgart über die Frankenbahn nach Berlin und zurück fahren soll, wird nun doch in Heilbronn halten. Der VCD hatte als einer der ersten über die neue Verbindung berichtet und einen Halt in Heilbronn gefordert, der zunächst von der DB aus fahrplantechnischen Gründen abgelehnt wurde. Doch politisches Lobbying der Regional- und Landespolitiker führte nun zu einem Umdenken. Inzwischen sind auch Tickets für den Zug buchbar, der laut DB-Auskunft ab 14. April 2020 Heilbronn Hbf morgens um 6:35 Uhr verlässt und nach 5:18 Stunden Fahrzeit Berlin Hbf um 11:53 Uhr erreicht. Preislich liegt er relativ hoch und kostet im Sparpreis ohne BahnCard meist 69,90 Euro. Verbindungen zwischen Heilbronn und Berlin mit Umsteigen in Würzburg oder Nürnberg sind teils nur 20 bis 30 Minuten langsamer und kosten deutlich weniger. So kann man etwa am 18. April 2020 nur 13 Minuten später mit dem regulären RegionalExpress (RE) 8 mit Umstieg in Würzburg und Bamberg in Richtung Berlin fahren und bezahlt nur 35,90 Euro. Der Preis für die Rückfahrt mit dem ICE-Sprinter von Berlin Hbf um 15:57 Uhr mit Ankunft in Heilbronn Hbf um 21:04 Uhr liegt meist sogar bei 79,90 Euro. Auf der Rückfahrt verlässt der ICE Würzburg Hbf in der Fahrplanlage des regulären RE zur Minute :37, weshalb der RE zwei Minuten später startet als üblich. Fahrplankonflikte bei minimalen Verspätungen sind hier vorprogrammiert.

ICE-T-Naumburg

Als Sprinter zwischen Stuttgart, Heilbronn und Berlin sollen kurze ICE-T zum Einsatz kommen. Mit aktiver Neigetechnik wären diese Züge eigentlich optimal für den Einsatz auf der kurvenreichen Frankenbahn und könnten so die Fahrzeiten weiter verkürzen. Leider hat die DB das Interesse am Thema Neigetechnik verloren und nutzt diese aktuell auch nicht. ©SCRITTI

Der ICE-Sprinter verkehrt bis Anfang Oktober und startet übrigens nicht wie angekündigt am Karfreitag 10. April 2020, sondern erst am Dienstag 14. April 2020. Sonntags gibt es keine Hinfahrt, samstags keine Rückfahrt. Weiterlesen

Verkehrspolitischer VCD-Abend: Mehr Bahn braucht das Land!

Am 16. Oktober 2019, um 19:30 Uhr veranstaltete der VCD Regionalverband Hall-Heilbronn-Hohenlohe mit Unterstützung durch den Verein Zabergäubahn pro Stadtbahn und die Bürgeraktion Bottwartalbahn in Lauffen am Neckar, Lauffener Weingärtner EG, Im Brühl 48 beim Lauffener Bahnhof einen weiteren verkehrspolitischen Abend mit Diskussion zum Thema: Mehr Bahn braucht das Land! Reaktivierung jetzt! Zukunft für Zabergäu und Bottwartal. Einen ausführlichen Bericht gibt es im Stadtbahn-Blog.

Verkehrspolitischer Abend mit dem VCD in Lauffen

Verkehrspolitischer Abend mit dem VCD in Lauffen am 16.10.19

Kein Klimaschutz ohne Verkehrswende! Wie können attraktive Bahnangebote den Öffentlichen Verkehr stärken und zum Rückgrat der Verkehrswende werden? Welche Zukunftschancen gibt es etwa für die Reaktivierung von Zabergäu- und Bottwartalbahn?

Das Land Baden-Württemberg untersucht derzeit 41 stillgelegte Bahnstrecken auf ihr Reaktivierungspotenzial, darunter auch Bottwartal- und Zabergäubahn oder die Krebsbachtalbahn, die über einen kurzen Lückenschluss nach Bad Rappenau angebunden werden könnte. Welche Konzepte und Ideen gibt es für eine erfolgreiche Reaktivierung? Welche Forderungen und Ideen hat der ökologische Verkehrsclub Deutschland VCD für eine ernstgemeinte Verkehrswende?

Moderne Hybrid- oder Batteriezüge, wie sie das Land Baden-Württemberg jetzt bestellt hat, bieten Chancen für eine Renaissance der Bahn auch auf Strecken ohne elektrische Oberleitung. Auch der Ausbau für moderne Tram-Systeme bringt den Menschen mehr Mobilität, wie die Erfolgsgeschichte der Stadtbahn Heilbronn anschaulich zeigt.

Gerhard Schnaitmann, langjähriger Mitarbeiter der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg, spricht über Chancen und Möglichkeiten für den regionalen Bahnverkehr und die Wiederbelebung ehemaliger Bahnstrecken.

Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender, erläutert die VCDKernforderungen für die Verkehrswende und berichtet über den Einsatz und die Ideen des VCD für eine attraktive und moderne Bahn im Land. Anschließend besteht die Gelegenheit für Fragen und zur Diskussion. Hier gibt es den  VCD-Flyer zum Download.

ICE soll 2020 über die Frankenbahn fahren – ohne Halt

Update: Auch der Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel fordert in einem Brief an DB-Vorstand Ronald Pofalla einen Stopp des in 2020 über Heilbronn verkehrenden ICEs. Auch Grünen-Politiker machen sich für einen ICE-Halt stark. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet: Der ICE soll in Heilbronn halten!

Wie jetzt bekannt wurde, will die Deutsche Bahn im Jahr 2020 vom 11. April bis 4. Oktober ein tägliches ICE-Sprinter-Paar über die Frankenbahn Stuttgart – Heilbronn – Würzburg führen – allerdings ohne Halt zwischen Stuttgart und Würzburg! Grund dafür ist die Sperrung der Schnellfahrstrecke Mannheim – Stuttgart wegen umfangreicher Bauarbeiten im kommenden Jahr, die zu netzweiten Verspätungen beim Fern- und Regionalverkehr führen wird. Der fünfteilige Zug mit einem Fahrzeug der Baureihe 415 (ICE-T mit Neigetechnik, die allerdings zwischenzeitlich abgeschaltet war) soll Stuttgart am Morgen um 6:00 Uhr verlassen, um 8:00 Uhr Würzburg erreichen und dann weiter ohne Halt bis Berlin verkehren, wo der Zug um 11:39 Uhr am Hauptbahnhof ankommen soll. Zurück geht es ab Berlin Hbf um 15:50 Uhr mit Stopp in Würzburg um 19:35/37 und Ankunft in Stuttgart um 21:41 Uhr. Der ICE ist so mit einer Fahrzeit von rund zwei Stunden zwischen Stuttgart und Würzburg etwa 15 Minuten schneller als der RegionalExpress (RE), der ab Dezember 2019 stündlich verkehren soll. Die Rückfahrt des ICE ab Würzburg um 19:37 Uhr würde in der heutigen Fahrplantrasse des RE liegen.

190722-DB-Praesentation-ICE-HN

Präsentation der Deutschen Bahn zum geplanten ICE-Sprinter Stuttgart – Berlin in 2020

Der VCD Landesverband und auch der VCD Regionalverband Hall-Heilbronn-Hohenlohe kritisieren, dass der ICE nicht in der Großstadt Heilbronn halten soll und fordern einen Stopp des Zuges in der Neckarstadt.

Weiterlesen

Verkehrspolitischer VCD-Abend: Mehr Bahn braucht das Land!

Am 16. Mai 2019, um 19 Uhr veranstaltet der VCD in Schwäbisch Hall, Theatersaal im „Alten Schlachthaus“, Haalstr. 9 einen verkehrspolitischen Abend mit Diskussion zum Thema: Mehr Bahn braucht das Land! Ausbau, Reaktivierung jetzt!

2019-VCD-SHA-Flyer_s1

Der Flyer zum verkehrspolitischen VCD-Abend in Schwäbisch Hall

Kein Klimaschutz ohne Verkehrswende! Wie können attraktive Bahnangebote den Öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum stärken und zum Rückgrat der Verkehrswende werden? Was muss geschehen, damit Bahnfahren auch in der Region Hall-Heilbronn-Hohenlohe wieder attraktiv wird? Welche Konzepte und Ideen gibt es für die Wiederbelebung ehemaliger Bahnstrecken? Welche Forderungen und Ideen hat der ökologische Verkehrsclub Deutschland VCD für eine ernstgemeinte Verkehrswende? Moderne Wasserstoff-, Hybrid- oder Batteriezüge wie der FLIRT Akku von Stadler bieten Chancen für eine Renaissance der Bahn und die Erweiterung des Netzes auch auf nicht elektrifizierten Strecken.

Gerhard Schnaitmann, langjähriger Mitarbeiter der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg, spricht über Chancen und Möglichkeiten für den regionalen Bahnverkehr und die Wiederbelebung ehemaliger Bahnstrecken.

Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender, erläutert die VCDKernforderungen für die Verkehrswende und berichtet über den Einsatz und die Ideen des VCD für eine attraktive und moderne Bahn im Land. Anschließend besteht die Gelegenheit für Fragen und zur Diskussion. Hier gibt es den VCD-Flyer zum Download

Das Landesverkehrsministerium hat jetzt eine Liste mit stillgelegten Bahnstrecken und Potenzial für eine mögliche Reaktivierung vorgelegt und will diese Projekte weiter untersuchen. Dazu gehören auch die Zabergäubahn Laufen – Zaberfeld sowie die Strecke von Waldenburg nach Künzelsau.

VCD fordert Anpassungen beim MetropolExpress und neue S-Bahn nach Osterburken

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland VCD in der Region Hall-Heilbronn-Hohenlohe hat im Rahmen des Mobilitätspaktes Heilbronn-Neckarsulm ein Konzept mit Verbesserungen beim ab Fahrplanwechsel im Dezember 2019 geplanten MetropolExpress (MEX) und den künftigen IRE-Zügen auf der Frankenbahn vorgelegt, das für die Fahrgäste in der Region sehr viele Vorteile bringt. Der VCD schlägt vor, den zweistündlichen Linienwechsel der heutigen RE-Züge zwischen Heilbronn und Mannheim aufzugeben und beide MEX-Linien im halbstündlichen Wechsel über Sinsheim bzw. Neckarelz in den Rhein-Neckar-Raum zu führen, so dass es auf beiden Strecken stündlich eine schnelle Verbindung gibt (statt heute zweistündlich). Anstelle der MEX-Linie von Heilbronn nach Osterburken schlägt der VCD eine stündliche S-Bahn-Linie S43 vor, die halbstündlich versetzt zum IRE auf der Frankenbahn verkehren sollte. Die S43 kann zudem von Heilbronn weiter nach Lauffen und Zaberfeld oder bis Stuttgart Hbf geführt werden.

VCD-Konzept für MEx+IRE auf Frankenbahn

VCD-Konzept für MEx+IRE auf Frankenbahn

Dieses Konzept bringt für Fahrgäste aus dem Ballungsraum Heilbronn-Neckarsulm zahlreiche Vorteile und wird der steigenden Nachfrage der Fahrgäste im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) gerecht: Nicht nur nach Stuttgart, sondern auch in Richtung Heidelberg/Mannheim gäbe es mit MEX einen Halbstundentakt. Die Fahrzeit auf der Strecke über Sinsheim könnte deutlich verkürzt werden, so dass in Mannheim Hbf ein entspannterer Übergang von/zum Fernverkehr möglich wäre. Auf der Frankenbahn in Richtung Würzburg würden aktuelle Fahrplankonflikte entschärft, so dass auch hier ein stabiler Verkehr von/nach Würzburg mit erreichbaren Anschlüssen möglich wäre. Anstelle des geplanten MEX von/bis Osterburken sollte hier eine neue S-Bahnlinie S43 mit Vollbahn-Fahrzeugen eingerichtet werden. Diese könnte in einem ersten Schritt bis Lauffen am Neckar verkehren, was auch südlich von Heilbronn einen 15-Minuten-Takt der Nahverkehrszüge ermöglichen würde. Weiterlesen

Mehr Regionalbahnen zwischen Osterburken und Lauda

Das Landesverkehrsministerium Baden-Württemberg prüft derzeit, ob in Lauda endende Regionalbahnen (RB) aus Würzburg werktags regelmäßig bis Osterburken verlängert werden und die Haltepunkte dazwischen wieder bedient werden können.

Am ersten Juli-Wochenende gab es eine eindrucksvolle Demonstration der Bürgerinnen und Bürger für ein besseres Bahnangebot auf der Frankenbahn. Wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet, kamen rund 1.500 Teilnehmer zu einer Demonstrationsfahrt mit einem Sonderzug und zu Kundgebungen auf den Bahnhöfen: „Steig ein, zeig Flagge“, hatten die Landräte Dr. Achim Brötel und Reinhard Frank (Main-Tauber) und die Initiative „Frankenbahn für alle“ an die Bevölkerung appelliert und aufgerufen, ein Zeichen zu setzen, um den Kernforderungen Nachdruck zu verleihen. Diese lauten: Regelmäßige Regionalbahnverkehre zwischen Osterburken und Lauda, Ausbau der Bahninfrastruktur, Sanierung der Haltepunkte und bessere Vertaktung.

Hintergrund ist der Umstand, dass die vier Haltepunkte zwischen Osterburken und Lauda nur noch von einzelnen Zügen morgens und abends bedient werden und der RegionalExpress Stuttgart – Heilbronn – Würzburg an den Stationen durchfährt. Auch mit der Übernahme dieser Verkehre durch Go-Ahead im Dezember 2019 sind bislang keine Verbesserungen geplant sind, obwohl das Angebotskonzept des Landes Baden-Württemberg eigentlich an jedem Haltepunkt im Land mindestens einen stündlichen Zug vorsieht.

„Achim Brötel, Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises, hat eine richtige Ruck-Rede gehalten“, lobt Oliver Rossmüller vom VCD Main-Tauber. Selbst langjährige Landtagsabgeordnete und Auto-Lobbyisten würden mittlerweile ins gleiche Horn stoßen und Verbesserungen auf der Frankenbahn fordern, freut sich Rossmüller. „Man fragt sich schon, warum dann nicht schon vor Jahren für Pendler ein brauchbares Angebot auf die Schiene gebracht wurde.“ Weiterlesen

Magazin VCDdirekt 2018 erschienen

2018-VCDdirekt-Cover s

VCDdirekt Ausgabe 2018

Ende Juni ist eine neue Ausgabe des Magazins VCDdirekt erschienen mit Infos und Artikeln zur verkehrspolitischen Arbeit des ökologischen Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) in Baden-Württemberg. Spannende Themen auf 24 Seiten rund um den öffentlichen Verkehr und die Verkehrswende sind unter anderem

 

  • ÖPNV-Offensive des VCD für lebenswerte Städte
  • Grundschulkinder als kleine Lärmdetektive
  • Zugausfälle und Verspätungen: Das Warten geht weiter
  • Elektrifizierungsoffensive für das Bahnnetz in Baden-Württemberg
  • Was kostet Kommunen der Individualverkehr?
  • VCD: Wir sind der Verkehrswende-Club!
  • Klimaschutzszenario Baden-Württemberg und Konsequenzen
  • Stuttgart 21 neu ausrichten und Kopfbahnhof erhalten
  • ÖV-Offensive für Heilbronn statt Fahrverbote
  • VCD-Projekt Radschnellwege Baden-Württemberg
  • Neue Mobilitätsangebote rund um Stuttgart

Auf der Webseite des VCD-Landesverbandes Baden-Württemberg steht die aktuelle Ausgabe zum Download bereit. Viel Spaß beim Lesen!

Erste Bilanz: Frankenbahn bleibt weiter Sorgenkind bei Pünktlichkeit

In einer aktuellen Pressemitteilung zieht das Verkehrsministerium Baden-Württemberg eine erste Bilanz des „Aktionsplans Schienenverkehr“, nachdem es seit einem Jahr zu Zugausfällen und Verspätungen im Verantwortungsbereich der Deutschen Bahn (DB) Regio kam. „Seit der Vorstellung des 10-Punkte-Plans im Juli 2017 haben wir uns auch auf den kritischen Linien wie Filstal-, Bodenseegürtel- und Remsbahn spürbar verbessert, was die Themen Pünktlichkeit, Qualität und Zugausfälle angeht“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann. Die Kooperation mit der Deutschen Bahn sei auf allen Ebenen konstruktiv und lösungsorientiert. Die Frankenbahn von Stuttgart über Heilbronn nach Würzburg zeige aber auch die noch offenen Baustellen. Die Pünktlichkeit konnte bisher nicht deutlich gesteigert werden und sei im Vergleich sogar schlechter als auf der als überlastet gekennzeichneten Rheintalbahn.

Woran liegt es also? „Die Probleme auf der Frankenbahn resultieren aus der Einbindung der Züge in die Knoten Würzburg und Stuttgart mit viel Fern- und Güterverkehr. Sowie aus der Eingleisigkeit zwischen Züttlingen und Möckmühl und der hohen Streckenauslastung zwischen Heilbronn und Bad Friedrichshall“, sagt eine Sprecherin des Ministeriums auf Anfrage. Dass die Probleme teils vom Land selbst durch das Fahrplankonzept im Nahverkehr verursacht werden, weist die Sprecherin zurück. „Das Fahrplankonzept ist mit den Knoteneinbindungen seit Jahren gewachsen und durch DB Netz korrekt trassiert. Von Seiten des Infrastrukturbetreibers und des Verkehrsunternehmens DB sind uns keine Beschwerden bekannt, dass das vom Land gewählte Fahrplankonzept die Verspätungen begünstigt.“

Weiterlesen