Vorsicht! Bloß nicht falsch abbiegen!

Unter der Überschrift Stadtbahn-Nord: Premierenfahrt gibt Vorgeschmack berichtet die Heilbronner Stimme, dass zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember erstmals eine Stadtbahn von Heilbronn über Neckarsulm und die neu elektrifizierte Strecke nach Sinsheim fuhr – drei Jahre vor der geplanten Einweihung der Nord-Linie. Die Tour gab einen Vorgeschmack auf das Schienenangebot, das ab Ende des Jahres 2012 im Neckartal und in den Kurstädten Standard sein wird.
Besonders beliebt bei Bürgerinnen und Bürgern entlang der Frankenbahn machten sich Landrat Detlef Piepenburg und Chef-Planer Claus-Jürgen Renelt bei der Sonderfahrt in Bad Friedrichshall mit folgendem Zitat (laut Heilbronner Stimme):
„Ist auch die Weiche richtig gestellt?“, erkundigt sich Renelt mit einem Schmunzeln. Ins Jagsttal abbiegen soll die Stadtbahn an diesem Tag trotz aller Forderungen der dortigen Kommunen nämlich nicht. Der Kreisplaner: „Das wäre das falsche Signal.“

Stadtbahn-Pionier weckt Wünsche

Unter dem Titel „Stadtbahn-Pionier weckt neue Wünsche“ hat die Stuttgarter Zeitung jüngst über die Diskussionen zur Frankenbahn und die Wünsche der Kommunen nach einem Stadtbahn-Anschluss berichtet. In dem Artikel von Wieland Schmid über die Ideen von Dr. Dieter Ludwig heißt es unter anderem:
„Der Heilbronner Landrat Detlef Piepenburg beispielsweise wehrt sich derzeit mit Händen und Füßen gegen den Vorschlag Ludwigs, Deutschlands größtes Stadtbahnnetz nun auch auf die Bahnstrecke zwischen Heilbronn und Würzburg auszudehnen. Bei seinem Kollegen Achim Brötel vom Neckar-Odenwald-Kreis und bei den Bürgermeistern mehrerer Jagsttalgemeinden hingegen hat die Idee große Hoffnungen auf eine Neubelebung der sogenannten Frankenbahn geweckt, die von der Bahn AG bisher doch eher stiefmütterlich behandelt worden ist.“

Landrat: „Keine Stadtbahn ins Jagsttal“

„Eine Stadtbahn im Jagsttal wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Das stellte Landrat Detlef Piepenburg am Montagnachmittag im Verwaltungsausschuss des Kreistages klar.“ schreibt die Heilbronner Stimme. Wieder einmal berichtet die Zeitung falsch und oberflächlich, und es zeigt sich, dass auch Landrat Detlef Piepenburg offensichtlich schlechte Berater hat, die ihn auch noch mit falschen Zahlen füttern.

Hier die Fakten:
Zitat Piepenburg: „Außerdem lebten entlang der Strecke nur knapp 27 000 Einwohner.“
Diese Aussage ist falsch. Tatsächlich sind es über 62.000 Einwohner wie die BI Frankenbahn bereits 2007 ermittelt hat (Grafik als pdf). Selbst wenn man Bad Friedrichshall aus dieser Rechnung herausnehmen würde, wären es immer noch über 40.000.

Zitat Piepenburg: „Schon heute nutzen laut Piepenburg knapp 3.000 Fahrgäste täglich die Frankenbahn. Eine Steigerung sei mit einer Stadtbahn nicht zu erwarten.“
Diese Aussage ist schlicht falsch, unter einer solchen Annahme hätte man auch keine Stadtbahn nach Öhringen oder eine S-Bahn nach Mosbach bauen dürfen. Die Realität: ALLE Strecken, auf denen heute Stadtbahnen im engen Takt fahren, können ÜBERPROPORTIONAL hohe Fahrgastzuwächse vorweisen, selbst abgelegene Strecken im Schwarzwald. Allein zwischen Karlsruhe-Grötzingen und Öhringen sind die Fahrgastzahlen seit 2006 um 25 Prozent gestiegen!

Zudem würde die Stadtbahn nach Osterburken die Linien nach Sinsheim und Neckarelz hervorragend ergänzen, weil somit auf drei Linien als Mindestangebot bis Bad Friedrichshall ein sinnvoller 20-Minuten-Takt möglich wäre, wie er bei der Stadtbahn im Raum Heilbronn üblich ist.

Zitat Piepenburg: „Eine Stadtbahn würde zudem den überregionalen Zugverkehr beeinträchtigen. „Es ist wenig sinnvoll, mit einer Stadtbahn unsere Pläne bis 2016 zu konterkarieren.“

Diese Aussage ist falsch. Die Stadtbahn als S-Bahn im Verdichtungsraum wäre die ideale Ergänzung des überregionalen, schnellen Bahnverkehrs. Auch dieser würde von einem dichten S-Bahn-Takt und steigenden Fahrgastzahlen profitieren. Erst jüngste Gutachten haben erneut ergeben, dass die zweigleisige Strecke genügend Kapazitäten für einen wesentlich dichteren Zugverkehr hat.

Man kann sowohl dem Redakteur als auch dem Landrat nur empfehlen, einmal ausführlich das Interview mit Dr. Dieter Ludwig hier im Weblog zu lesen!

Im Kommentar zu diesem Artikel findet sich die Antwort zum Thema von Claus-Jürgen Renelt, im Landratsamt Heilbronn zuständig für Bausachen und den Schienenverkehr, wieder einmal im Auftrag von Landrat Piepenburg.

VCD: Stuttgart 21 schadet dem Bahnverkehr in der Region

Anlässlich der Ergebnisse der Kommunalwahlen in Baden-Württemberg hat der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) eine aktuelle Pressemitteilung herausgegeben, in der ein Ende von Stuttgart 21 gefordert wird. Mit einem Festhalten am Milliardengrab Stuttgart 21 ignoriere die Politik den Bürgerwillen. Der geplante Tunnelbahnhof in Stuttgart sei ein Fass ohne Boden und gehe schon heute zu Lasten des gesamten Regionalverkehrs im Land, kritisiert Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender. Stuttgart 21 schade landesweit dem regionalen Bahnverkehr und blockiere vielerorts die notwendige Weiterentwicklung des Integralen Taktfahrplans mit zusätzlichen Fahrten und modernerem Fahrzeugmaterial, bemängelt der Verkehrsclub. „Wenn das Land schon heute kein Geld hat, um zum Beispiel auf der Frankenbahn nach Heilbronn/Würzburg genügend Züge zu bestellen, wie soll das erst mit Stuttgart 21 werden“, fragt Lieb, „und wo soll das ganze Geld eigentlich herkommen – die Finanzierungslücke bei Stuttgart 21 beträgt laut Bundesrechnungshof mindestens zwei Milliarden Euro!“
Der VCD appelliert daher an alle verantwortungsbewussten Politiker in Bund, Land, Region und Stadt Stuttgart, die Sinnhaftigkeit des Projektes in Zeiten leerer Kassen nochmals zu prüfen, endlich den Willen der Bürgerinnen und Bürger im Land zu akzeptieren und mit dem gesparten Geld für einen modernen Regionalverkehr in ganz Baden-Württemberg zu sorgen.

Die VCD-Landesdelegiertenkonferenz hat eine Resolution verabschiedet, die Stuttgart 21 nochmals deutlich ablehnt und stattdessen den Ausbau des Bahnverkehrs im gesamten Land fordert.

Winfried Hermann, Die Grünen, beschreibt in einem Interview mit dem Südkurier die Chancen auf ein Scheitern von Stuttgart 21, die Nachteile für andere Landesteile und den politischen Irrsinn, der hinter dem Projekt steckt. Zitate dazu im Kommentar zu diesem Artikel.

Wahlkampfgeschenk: Ein Züglein mehr pro Tag

Der CDU Landtagsabgeordnete Dr. Bernhard Lasotta teilt in einer Presseinformation mit, dass das Land Baden-Württemberg noch in diesem Jahr zusätzliche Leistungen bei der DB Regio AG und den im Land verkehrenden nichtbun­deseigenen Eisenbahnunternehmen bestellen wird. Landesweit geht es um 500.000 zusätzliche Zugkilometer, zwischen Heilbronn und Osterburken sollen nach Lasottas Angaben 33.871 Zugkilo­meter neu bestellt werden. Zum Vergleich: Der Streckenabschnitt der Frankenbahn zwischen Heilbronn und Osterburken hat eine Gesamtlänge von 49,2 Kilometer. 33.871 zusätzliche Zugkilometer im Jahr bedeuten konkret ca. 688 Zugfahrten. Diese Kilometerleistung bedeutet allenfalls EINEN zusätzlichen Zug je Richtung auf der Gesamtstrecke von Heilbronn nach Osterburken und auch nur an Werktagen. Konkret werden laut Heilbronner Stimme einzelne Verbindungen zwischen Bad Friedrichshall und Osterburken (38 km), teilweise auch nur bis Möckmühl (22 km) wieder eingerichtet, manche Züge fahren nur samstags oder sonntags und machen das bestehende Fahrplanchaos noch unübersichtlicher.

Kein Geld für ÖPNV: Wer regiert dieses Land?

ARD-Magazin KONTRASTE

ARD-Magazin KONTRASTE

Das fragt man sich ernsthaft, wenn man sich das Gesetz zum Konjunkturpaket II betrachtet und wie das ARD-Magazin KONTRASTE feststellt: Den Kommunen soll es laut Gesetz ausdrücklich VERBOTEN sein, Mittel daraus für den ÖPNV zu verwenden! Wir müssen also weiterhin mit rumpelnden Straßenbahnen, bröckelnden U-Bahnhöfen, heruntergefahrenen Gleisen oder verkommenen Bahnhöfen leben.

Der TV-Beitrag aus KONTRASTE kann für begrenzte Zeit in der ARD-Mediathek angeschaut werden.

Den Bericht in Text-Form sowie Kommentare im Blog auf der Seite von KONTRASTE beim RBB findet sich hier.

Auch der VCD und weitere Verbände haben bereits mit Pressemitteilungen auf diesen Skandal reagiert.

Ich habe die verantwortlichen Bundespolitiker aus der Region Heilbronn um eine Stellungnahme gebeten, ob sie diesen Passus für sinnvoll halten, dem Gesetz in dieser Form zustimmen werden und was sie persönlich für eine zukunftsfähige Mobilität in der Region tun. Die Antworten finden sich in den Kommentaren zu diesem Eintrag.

Regionalverband klagt über schlechtes Bahnangebot

In der Heilbronner Stimme berichtet Joachim Friedl unter dem Titel „Schlechte Behandlung ist nicht zu akzeptieren“, dass der Regionalverband Heilbronn-Franken Verbesserungen im Bahnangebot fordert und die Chancen ausloten will, ob die Region auch an den Schienenfernverkehr angebunden werden kann.

Hierzu ist anzumerken, dass die von Thomas Strobl (CDU) beklagte „schlechte Behandlung der Region“ nicht durch die Deutsche Bahn AG (DB) erfolgt, sondern durch die CDU-FDP-Landesregierung, die für Bestellung und Organisation des Regionalverkehrs verantwortlich ist. Anstatt endlich zu handeln, sollen mal wieder „Expertisen“ erstellt werden. So kann man die Bürger auch für dumm verkaufen!

Hier der Artikel:

Untermünkheim – Der Regionalverband Heilbronn-Franken gibt nicht auf: Bei der Verbandsversammlung in Untermünkheim folgte das Planungsgremium einstimmig einer Forderung der FWV/FDP-Fraktion, sich für die Wiederbelebung des Schienenpersonenfernverkehrs und für bessere Verbindungen zu den nächstgelegenen ICE-Knoten, auch unter Berücksichtung von Stuttgart 21, stark zu machen. Um aber dicke Backen gegenüber der Deutschen Bahn AG, dem Bund und dem Land machen zu können, sollen zunächst die Chancen, wie die Region Heilbronn-Franken in den nationalen Schienenfernverkehr eingebunden werden kann, intensiv abgeklopft werden.

Vorgehensweise In einem ersten Schritt sollen im kommenden Jahr unabhängige Experten vor dem Gremium eine Einschätzung abgeben, welche Erfolgsaussichten für eine Einbindung in den Schienenfernverkehr generell bestehen. „Sollte die Expertenrunde zu dem Ergebnis kommen, dass es positive Ansatzpunkte gibt, sollen in einem zunächst begrenzten Gutachten weitere Fragen geklärt werden. Sollten die Antworten zu weiteren Initiativen ermuntern, soll eine umfangreiche Expertise erstellt werden“, beschrieb Verbandsdirektor Klaus Mandel das weitere Vorgehen.

„Wir müssen weiter dicke Bretter bohren und dürfen nicht nachlassen in unserem Bemühen, das Schienenangebot für die Region zu verbessern“, sagte Thomas Strobl. Für den Vorsitzenden der CDU-Verbandsfraktion ist die „schlechte Behandlung der Region durch die Bahn nicht zu akzeptieren“. Vor allem sei nicht zu akzeptieren, so Strobl, dass die Bahn „Zusagen nicht eingehalten hat“.

Zumutung „Es bedarf nur etwas Geld, um die Strecke nach Würzburg zu beschleunigen und um besseres Wagenmaterial einsetzen zu können“, sieht Harald Friese den Königsweg. Die erforderlichen rund 30 Millionen Euro, rechnete der Vorsitzende der SPD-Verbandsfraktion vor, seien für den Bund, die Bahn und das Land ein Klacks. Die Anbindungen nach Würzburg und Mannheim sind für Friese eine Zumutung. „Wir müssen das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen“, gab FWV/FDP-Sprecher Harry Brunnet die Parole aus. Die Region müsse vom Großprojekt Stuttgart 21 profitieren.

Den Prozess, dass „schleichend immer mehr Zugverbindungen von der Bahn abgebaut wurden“, beklagte Regionalrat Klaus-Peter Waldenberger (FWV/FDP). Regionalrat Armin Waldbüßer (Grüne) sieht sogar die Gefahr, dass „nach dem Börsengang der Bahn die Region ganz hintenrunter fällt“.

„Dazu bedarf es wohl eines Gutachtens…“

Die Heilbronner Stimme widmet sich wieder einmal dem Thema Frankenbahn:

Der schlechte Zustand der Bahnstrecke Heilbronn-Würzburg ist der Region ein Dorn im Auge. Die IHK betont die Bedeutung für die Wirtschaft und fordert Verbesserungen bei der Frankenbahn, dabei soll ein selbst finanziertes Gutachten als Argumentationshilfe dienen. Mit Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger sprach Reto Bosch.

Herr Metzger, wieder gibt es Hiobsbotschaften für die Frankenbahn. Der Würzburger Hauptbahnhof ist derart überlastet, dass zusätzliche Verbindungen kaum möglich sind. Haben Sie diese Nachricht schon verdaut?

Heinrich Metzger: Diese Nachricht zeigt, dass wir noch viel dickere Bretter bohren müssen als gedacht. Ursprünglich hatten wir das Problem im einspurigen Bereich bei Möckmühl-Züttlingen gesehen. Jetzt muss Würzburg ausgebaut werden. Dazu bedarf es wohl eines Gutachtens.

Allein diese Studie soll vier Jahre dauern.

Metzger: Ja. Das bringt uns weiter in zeitlichen Verzug. Die Ausbaukosten in Würzburg sollen im hohen dreistelligen Millionenbereich liegen. Wir müssen jetzt prüfen, ob die Aussagen der Bahn belastungsfähig sind, oder ob es noch andere Möglichkeiten gibt.
(…)

Den ganzen Artikel gibt es hier.

Bessere Zusammenarbeit der Landkreise auch bei Frankenbahn

Bereits zum zweiten Mal trafen sich unter Leitung von Landrat Eberhard Nuß und Landrat Reinhard Frank Führungskräfte der Landkreise Würzburg und Main-Tauberkreis. Es ging um eine engere Zusammenarbeit zwischen den Nachbarlandkreisen über die Landesgrenzen von Bayern und Baden-Württemberg hinweg. „Die Bevölkerung in unseren Landkreisen nimmt diese Grenzen nicht wahr. Deshalb muss auch die Politik Rahmenbedingungen schaffen, die den ÖPNV grenzüberschreitend fördern“, betonte Landrat Eberhard Nuß. Sein Kollege aus Tauberbischofsheim, Reinhard Frank, betonte: „Wir Tauberfranken lieben und nutzen Würzburg als Oberzentrum. Deshalb muss auch der öffentliche Nahverkehr verbessert werden.“ Dafür möchte Landrat Nuß auch die Stadt Würzburg ins Boot holen, denn „der Landkreis ist nur Transitland in die Stadt hinein“.
(…)
Dringend realisiert werden müsste eine Ertüchtigung der Bahnstrecke Würzburg-Heilbronn-Stuttgart. Eine schnellere Verbindung, bessere Wagen und eine bessere Vertaktung sind das Ziel, so Frank. Die Bahnstrecke Lauda-Würzburg (Linie 780) ist derzeit noch im Zwei-Stunden-Takt, während alle anderen auf WÜ zulaufenden Bahnstrecken den Stundentakt aufweisen. Das Problem besteht im Wesentlichen in der länderübergreifenden Strecke, erklärte Dr. Alexander Schraml, Vorstand des Kommunalunternehmens im Landkreis Würzburg. Ziel muss es sein, bis spätestens zur Eröffnung des Bahnhaltepunktes Reichenberg einen Stundentakt zu bekommen. Außerdem muss der Bahnhaltepunkt Heidingsfeld-West reaktiviert werden, um die Umsteigebeziehungen zu Heidingsfeld und Heuchelhof attraktiv zu machen, so Schraml. Derzeit müssen alle Fahrgäste zum Hauptbahnhof, um dann mit der Straßenbahn wieder zurückzufahren. Mit den Verantwortlichen des Main-Tauber-Kreises wurde ein gemeinsames konzertiertes Vorgehen abgesprochen.

Die komplette Pressemitteilung gibt es hier.

Keine Aussicht auf Verbesserungen

(…) Wenig Aussicht für kurzfristige Verbesserungen gibt es dagegen für die Frankenbahn. Bei den Gesprächen in Berlin erhielt auch Landrat Piepenburg eine überraschende Information: Der Bahnknoten in Würzburg ist derart überlastet, dass Optimierungen auf der Strecke allein keinen Erfolg bringen. Diese könne etwa 120 Züge bewältigen, nur 80 sind zwischen Heilbronn und Würzburg unterwegs. Doch mehr können derzeit im dortigen Bahnhof nicht verkraftet werden. Etwa vier Jahre werde eine Knotenstudie in Anspruch nehmen. Investitionen voraussichtlich im dreistelligen Millionenbereich seien notwendig.

Jetzt komme es darauf an, Lücken in Würzburg zu finden, erklärte Brunnhuber. Vor allem morgens und abends. Er hofft, dass kürzere Wartezeiten und zeitweise ein Stundentakt erreichbar sind. Dass die alten, derzeit verkehrenden Wagen bald ausgetauscht werden, damit ist nicht zu rechnen. Sehr zum Ärger der BI Frankenbahn. Hans-Martin Sauter wies darauf hin, dass genügend neuere Wagen zur Verfügung stünden. Doch deren Einsatz sei für die Bahn bilanztechnisch teurer, weil sie noch nicht abgeschrieben sind, ergänzte Klaus Gramlich von der Arbeitsgruppe Frankenbahn.
Ganzen Artikel lesen.